24 April 2026, 18:40

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben der Stärke 6,5

Ein Kreisdiagramm, das den Katastrophenzyklus mit vier beschrifteten Phasen - Verringerung, Vorbereitung, Erholung und Reaktion - darstellt, die durch Pfeile verbunden sind und von erklärendem Text umgeben sind.

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben der Stärke 6,5

Großübung im Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion auf Erdbeben

Im Kreis Euskirchen fand eine großangelegte Notfallübung statt, um die Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen zu prüfen. Das Szenario simulierte ein verheerendes Erdbeben der Stärke 6,5, das den nördlichen Teil der Region erschüttert. Rund 100 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte beteiligten sich an der großflächigen Operation.

Das Übungsszenario wurde gemeinsam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Kreis Euskirchen entwickelt. Es orientierte sich an den in der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019 identifizierten Gefahren und bot so einen realistischen Test der Katastrophenvorsorge. Im Mittelpunkt standen die schnelle Einsatzbereitschaft, die Verteilung von Ressourcen sowie die Koordination zwischen verschiedenen Behörden und Organisationen.

Die Einsatzleitung erfolgte auf der Führungsebene D gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 100. Dem Stab gehörten Vertreter aller kommunalen Feuerwehren sowie Fachberater an. Darunter waren Mitglieder der Feuerwehr Mechernich: Frank Eichen, Gerd Geller, Oliver Geschwind, Alexander Kloster, André Leisten, Achim Nießen, Jens Schreiber und Michael Züll.

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Zu den Herausforderungen der Übung zählten die Bergung von Verletzten und die Evakuierung von Anwohnern aus beschädigten Gebieten. Die Einsatzkräfte mussten Prioritäten setzen, Kommunikationsnetze aufbauen und unter Zeitdruck logistische Abläufe managen. Landrat Markus Ramers bezeichnete die Übung im Nachgang als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der langfristigen Strukturen im Krisenmanagement.

Die Simulation bot einen realistischen Praxistest für die Notfallsysteme des Kreises Euskirchen. Sie zeigte auf, wie entscheidend die Abstimmung zwischen den beteiligten Stellen bei einer Großschadenslage ist. Die Verantwortlichen werden die Ergebnisse nun auswerten, um künftige Krisenstrategien weiterzuentwickeln.

Quelle