16 April 2026, 16:17

Großübung 'Modell 47': NRW testet Krisenresistenz von Justiz und Polizei

Gruppe von Polizisten in schwarzen Uniformen und Helmen vor einem zerstörten Gebäude, das von einem Metallzaun umgeben ist, mit verstreuten Trümmern einschließlich Holz und anderen Gegenständen.

Großübung 'Modell 47': NRW testet Krisenresistenz von Justiz und Polizei

Großübung in Nordrhein-Westfalen: Justiz und Polizei meistern Krisenfall

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Am 9. Juli 2025 fand in Nordrhein-Westfalen eine großangelegte Krisenübung statt. Unter dem Namen "Modell 47" wurde getestet, wie gut Gerichte, Staatsanwaltschaften und Polizei im Ernstfall zusammenarbeiten können. Selbst bei einem simulierten Stromausfall gelang es den Behörden, ein straffähiges Verfahren gegen einen Verdächtigen durchzuführen.

An der Übung beteiligten sich führende Vertreter aus Justiz und Strafverfolgung. Darunter waren Staatssekretärin Dr. Daniela Brückner vom NRW-Justizministerium sowie Oberstaatsanwalt Dr. Tino Seesko von der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Auch das NRW-Innenministerium war mit Vertretern vor Ort.

Mit dabei waren zudem Polizeipräsident Olaf Wicher vom Oberlandesgericht Hamm und Polizeidirektor Thomas Vogt von der Kreispolizeibehörde Hochsauerland. Das Szenario prüfte die Kommunikation zwischen Landgerichten, Amtsgerichten, Staatsanwaltschaften und Polizei unter Krisenbedingungen. Trotz des simulierten Blackouts nahmen Beamte einen Verdächtigen fest, führten ihn einem Haftrichter vor und brachten ihn in Untersuchungshaft.

Die Übung bestätigte, dass essenzielle justizielle und polizeiliche Abläufe selbst unter extremen Bedingungen aufrechterhalten werden können. Alle Schritte – von der Festnahme bis zur Inhaftierung – wurden erfolgreich durchlaufen.

Der erfolgreiche Test von "Modell 47" bewies, dass die Justiz- und Polizeistrukturen Nordrhein-Westfalens auch in Krisensituationen funktionsfähig bleiben. Die Behörden verfügen nun über erprobte Verfahren, um Recht und Ordnung bei großflächigen Störungen zu wahren. Die Ergebnisse sollen helfen, Notfallpläne für künftige Vorfälle weiter zu optimieren.

Quelle