06 February 2026, 00:35

Groteske Oper feiert Premiere – während Latein um sein Überleben kämpft

Ein Plakat mit dem Text "ormisda, eine Oper, wie sie im King's Theatre im Haymarket aufgeführt wird" und einem Logo unten.

Groteske Oper feiert Premiere – während Latein um sein Überleben kämpft

Eine viel beachtete Oper und eine Kampagne zur Rettung des Lateinunterrichts sorgten in den letzten Wochen für Schlagzeilen. Die Uraufführung von Monsters Paradise, einem gewagten neuen Opernwerk, stand im Mittelpunkt des Kulturgeschehens in Hamburg. Gleichzeitig drängt eine von Nobelpreisträgern unterstützte Petition darauf, Latein als Schulfach in Österreich zu erhalten.

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Die Oper Monsters Paradise, als "operngrotesk" beschrieben, feierte in Hamburg mit großer Anerkennung Premiere. Die Komponistin Olga Neuwirth und die Schriftstellerin Elfriede Jelinek schufen das Werk gemeinsam; die musikalische Leitung hatte Titus Engel inne. Regie führte Tobias Kratzer, während Rainer Sellmaier für das Bühnenbild verantwortlich zeichnete. Zum Ensemble zählten Sarah Defrise, Sylvie Rohrer, Kristina Stanek und Ruth Rosenfeld in den Rollen der Vampirinnen. Das Stück entstand als Auftragswerk zum Amtsantritt einer neuen Intendantin.

Unterdessen findet eine Petition mit dem Titel Latein ist kein Luxus – es ist Bildung prominenten Zuspruch. Zu den Unterzeichnern gehört der Nobelpreisträger Peter Handke sowie weitere Literaturgrößen, Mediziner, Theaterstars und politische Persönlichkeiten. Die auf aufstehn.at veröffentlichte Initiative fordert den Erhalt des Lateinunterrichts an Schulen. Bisher gab es jedoch – Stand Februar 2026 – weder eine offizielle Stellungnahme noch politische Konsequenzen seitens der österreichischen Behörden.

Während die erfolgreiche Opernpremiere Hamburgs lebendige Kulturszene unterstreicht, spiegelt die Petition die anhaltende Debatte um Bildungsinhalte wider. Da die Behörden bisher nicht reagiert haben, bleibt die Wirkung der Kampagne ungewiss. Beide Ereignisse zeigen, wie stark Kunst und Wissenschaft den öffentlichen Diskurs prägen.