Gütersloh lässt Straßenlaternen nun ganztägig leuchten – trotz Kritik an Kosten und Umweltfolgen
Anton MeyerGütersloh lässt Straßenlaternen nun ganztägig leuchten – trotz Kritik an Kosten und Umweltfolgen
Straßenlaternen in Gütersloh bleiben nun ganztägig an – knapper Stadtratsbeschluss
Nach einer knappen Abstimmung im Stadtrat wird Gütersloh die Straßenbeleuchtung künftig durchgehend eingeschaltet lassen. Die mit knapper Mehrheit beschlossene Kehrtwende macht frühere Energiesparmaßnahmen rückgängig, die vorsahen, das Licht in den späten Nachtstunden zu dimmen. Kritiker warnen vor höheren Kosten, mehr Umweltbelastung und Schäden für die Tierwelt.
Bisher schaltete die Stadt die Laternen an Wochentagen zwischen Mitternacht und 4 Uhr morgens sowie an Wochenenden von 3 bis 5 Uhr ab. Diese Regelung war Teil der Bemühungen, den Energieverbrauch zu senken und die Lichtverschmutzung zu verringern. Doch am 6. Februar stimmte der Rat mit 26 zu 24 Stimmen dafür, die Beleuchtung rund um die Uhr aufrechtzuerhalten.
Die neue Regelung tritt ab dem 19. Februar in Kraft. Befürworter – darunter CDU, FDP und AfD – argumentieren, dass eine durchgehende Ausleuchtung die Sicherheit und Sichtverhältnisse verbessere. Gegner wie SPD, Grüne und Linke warnen hingegen vor höheren Ausgaben, zusätzlichen CO₂-Emissionen und Risiken für Insekten.
Die Umstellung wird die Stadt jährlich mit rund 35.000 Euro zusätzlich belasten und etwa 300 Tonnen CO₂ mehr pro Jahr verursachen. In sozialen Medien fallen die Reaktionen gemischt aus: Einige Bürger begrüßen den Schritt, andere kritisieren die ökologischen und finanziellen Folgen.
Güterslohs Entscheidung markiert einen Bruch mit der bisherigen Energiesparpolitik. Die ganztägige Beleuchtung startet in dieser Woche – der Stadtrat hält trotz Widerstand an seinem Beschluss fest. Die langfristigen Auswirkungen auf Haushalt, Umwelt und Tierwelt werden sich erst noch zeigen.
