Hamm 2025: Zwischen Erntekämpfen und Jubiläumsfreuden
Hamm blickt auf ein Jahr der Gegensätze zurück: 2025 war geprägt von agrarischen Herausforderungen, aber auch lokalen Erfolgen. Während Landwirte mit Wetterextremen kämpften, feierte die Stadt wichtige Meilensteine – darunter ihr 800-jähriges Jubiläum und das 20-jährige Bestehen des Brustzentrums Hamm. Das traditionelle Erntedankfest erinnerte dabei an die Widerstandsfähigkeit in einem schwierigen Anbaujahr.
Das Jahr begann mit Rückschlägen für Hamms Landwirte: Nach den Herbstüberschwemmungen 2024 litten Winterkulturen unter Schäden, und anhaltende Regenfälle im Frühling und Sommer 2025 erschwerten Aussaat und Wachstum. Die Ernte von Weizen, Gerste und Roggen verzögerte sich, doch die feuchten Böden sicherten letztlich zufriedenstellende Erträge – wenn auch mit Verspätung.
Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben, Äpfel und Birnen werden derzeit eingebracht. Während die Kartoffelerträge hoch ausfallen, bleiben die Gewinne enttäuschend. Wiesen und Weiden hingegen profitierten nach Jahren der Dürre von den Niederschlägen und brachten bessere Erlöse. Die regionalen Getreidemärkte spiegeln diese gemischte Bilanz wider: In Hessen sank der Preis für Brotweizen auf 168 Euro pro Tonne (Vorwoche: 179 Euro), Futtergerste fiel auf 149 Euro (zuvor 155 Euro) – ein Zeichen für höhere Verfügbarkeit als in den Vorjahren.
Jenseits der Landwirtschaft feierte Hamm sein 800-jähriges Bestehen mit einer Würdigung innovativer lokaler Projekte. Auch das Brustzentrum Hamm blickt auf zwei Jahrzehnte medizinischer Versorgung zurück. Das Erntedankfest, eine lange Tradition, unterstrich einmal mehr seine Bedeutung für die regionale Ernährungssicherheit in unsicheren Zeiten.
Die Ernte 2025 brachte nach wetterbedingten Kämpfen zwar Entlastung, doch die Marktpreise gaben aufgrund des größeren Angebots nach. Die Jubiläumsfeiern und gesundheitspolitischen Meilensteine setzten positive Akzente in einem Jahr, das von Mühen und Durchhaltevermögen geprägt war. Während die Landwirte nach vorne blicken, stärken lokale Initiativen weiterhin den Zusammenhalt in der Gemeinschaft.






