Henkel drohen höhere Preise wegen explodierender Materialkosten bis 2026
Philipp SchulteHenkel drohen höhere Preise wegen explodierender Materialkosten bis 2026
Henkel steht vor steigenden Materialkosten, die in diesem Jahr zusätzliche Ausgaben von 400 bis 500 Millionen Euro verursachen. Konzernchef Carsten Knobel warnte, dass weitere Preiserhöhungen für Verbraucher möglich seien, auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind. Das Unternehmen passt bereits in einigen Bereichen die Preise an, um den finanziellen Druck abzufedern.
Die Materialkosten von Henkel sind um einen hohen einstelligen Prozentsatz gestiegen, was das Unternehmen zum Handeln zwingt. Als Reaktion hat es die Preise im Industriegeschäft – insbesondere bei Klebstoffen – angehoben. Im Konsumentenbereich fallen die Anpassungen dagegen vorsichtiger aus: Hier sind Erhöhungen vor allem mit neuen Produktinnovationen verknüpft.
Zudem verhandelt Henkel Vertragsbedingungen mit Lieferanten neu und passt die Marktpreise an, wo dies möglich ist. Knobel betonte, dass die Lage weiterhin unsicher bleibe, da sich die Marktbedingungen ständig änderten und langfristige Prognosen schwierig seien. Er schloss weitere Preiserhöhungen für Verbraucher im Jahr 2026 nicht aus, falls der Kostendruck anhält.
Allerdings würden etwaige Anpassungen im Konsumentenbereich gezielt erfolgen. Viele Haushalte sind bereits finanziell belastet, sodass flächendeckende Preiserhöhungen ein heikles Unterfangen wären. Derzeit setzt Henkel auf selektive Anpassungen statt auf pauschale Veränderungen.
Wie es weitergeht, hängt davon ab, wie sich der Kostendruck in den kommenden Monaten entwickelt. Sollten die Ausgaben weiter steigen, könnten 2026 auch die Verbraucherpreise angehoben werden. Das Unternehmen beobachtet die Situation genau und versucht dabei, die Auswirkungen auf die Käufer im Blick zu behalten.






