Herforder Krankenwagen startet als Lebensretter in der Ukraine-Krise
Julian FrankeHerforder Krankenwagen startet als Lebensretter in der Ukraine-Krise
Kreis Herford spendet voll einsatzfähigen Mercedes-Benz-Krankenwagen an Hilfsorganisation Helpchain e.V.
Der Wagen, der etwa 230.000 Kilometer zurückgelegt hat, soll künftig den zivilen Schutz an den Frontlinien der Ukraine unterstützen. Vor dem Einsatz wird das Fahrzeug generalüberholt und mit Schutzaufrüstungen versehen.
Da der Krankenwagen aufgrund von Abnutzung für den lokalen Einsatz nicht mehr geeignet ist, erhält er eine Schutzschicht aus Kevlar sowie eine Tarnfolie. Diese Vorbereitungen stellen sicher, dass er den Anforderungen an der Front in der Ukraine gerecht wird.
Helpchain e.V., im März 2022 gegründet, wächst rasant und stützt sich auf rund 60 Ehrenamtliche. Die Organisation betreibt acht Lager in ganz Deutschland, darunter eine Einrichtung in Enger und ein Büro in der Eimterstraße in Herford. Neben Krankenwagen transportiert sie lebenswichtige Güter wie Stromgeneratoren, Krankenhausbetten, Hygieneartikel und Feldkocher.
Allein im vergangenen Jahr lieferte Helpchain über 400 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine – insgesamt sind es in den letzten Jahren bereits 1.500 Tonnen. Die Initiative hat dem Land bereits 17 Krankenwagen und mehr als 60 weitere Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Eugen Laschinski, Gründer von Helpchain, wurde kürzlich als offizieller Kulturdiplomat der Ukraine ausgezeichnet – eine Würdigung für das Engagement der Organisation.
Der aufbereitete Krankenwagen wird in die laufenden Hilfsmaßnahmen in der Ukraine integriert. Sein Einsatz reiht sich in eine lange Liste von Unterstützungsleistungen von Helpchain ein, das weiterhin dringend benötigte Güter und Fahrzeuge liefert. Im Fokus der Arbeit stehen der Schutz der Zivilbevölkerung und die Notfallhilfe in Krisengebieten.
