Hinter den Kulissen der dpa: Wie Nachrichten unter Hochdruck entstehen
Philipp SchulteHinter den Kulissen der dpa: Wie Nachrichten unter Hochdruck entstehen
Ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2016 gewährt seltene Einblicke in die hektische Welt der Nachrichtenproduktion. Ambient Noise begleitet den Arbeitsalltag von rund 400 Redakteurinnen und Redakteuren der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin. Unter der Regie von Friedrich Rackwitz fängt der Film die Intensität ein, die hinter der Berichterstattung über aktuelle Ereignisse steht.
Die 83-minütige Dokumentation entführt die Zuschauerinnen und Zuschauer ins Herzstück der dpa-Zentrale, wo Journalistinnen und Journalisten unter Zeitdruck Informationen sammeln, überprüfen und aufbereiten. Im Mittelpunkt stehen die schwierigen Abwägungen der Redakteure, die zwischen Quellen, Genauigkeit und Dringlichkeit abwägen müssen. Als ruhiger Kontrast zum unerbittlichen Nachrichtenstrom dienen die regelmäßigen Besuche eines Bäckers, der die Redaktion beliefert.
Der Film beleuchtet zudem die persönlichen Kosten dieser hochbelastenden Arbeit. Während der Nachrichtenraum wie ein perfekt funktionierender Apparat wirkt, stellt die Dokumentation subtil die Frage, welchen Preis diejenigen zahlen, die ihn am Laufen halten. Produziert wurde Ambient Noise von der Meku Film GmbH in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München). Der Film war 2016 für den Deutschen Wettbewerb des DOK.fest München nominiert. Die Journalistin und Produzentin Nina Hillengass, die hinter dem Projekt steht, schuf ein nüchternes, zugleich aber fesselndes Porträt des modernen Journalismus. Die Dokumentation ist ohne Altersbeschränkung und damit für ein breites Publikum zugänglich.
Ambient Noise bietet eine detaillierte Darstellung der inneren Abläufe einer großen Nachrichtenagentur. Die Veröffentlichung des Films im Jahr 2016 lenkte die Aufmerksamkeit auf die oft unsichtbaren Anstrengungen, die hinter der täglichen Nachrichtenberichterstattung stehen. Die Nominierung beim DOK.fest München festigte seinen Platz in der Debatte über Medien und Journalismus.
