Hitlers gepanzerter Mercedes-Benz 770 wird für Millionen versteigert
Lina SchmidtHitlers gepanzerter Mercedes-Benz 770 wird für Millionen versteigert
Ein seltener Mercedes-Benz 770, der einst Adolf Hitler gehörte, wird in den USA versteigert. Das historische Fahrzeug – eines von nur 88 jemals gebauten Exemplaren – diente bei Paraden und zum Transport ausländischer Würdenträger. Die Gebote liegen bereits bei sieben Millionen Dollar – doch der Verkäufer lehnte ab.
Das Auto wurde 1945 von den Alliierten in der Nähe von Allach in Deutschland beschlagnahmt. Später wurde es in die USA verschifft, wo es seither in Detroit verblieb. Zwischen 1939 und 1943 nutzte Hitler das stark modifizierte Modell für öffentliche Auftritte, oft mit Gästen wie dem japanischen Kaiser Hirohito oder Francisco Franco.
Der Mercedes-Benz 770 galt als Inbegriff von Leistung und Luxus. Sein 7,7-Liter-Reihenkraftstoffmotor leistete 230 PS – für die damalige Zeit eine beeindruckende Zahl. Für Hitlers Sicherheit wurden gepanzerte Seitenteile und eine verstärkte Windschutzscheibe eingebaut. Neu kostete die viertürige Version 44.000 Reichsmark (heute etwa 182.000 Euro), die Siebensitzer-Variante sogar 47.500 Reichsmark (196.000 Euro).
Experten schätzen den Wert des Wagens auf sieben bis neun Millionen Dollar. Ein kürzlich abgelehntes Angebot über sieben Millionen Dollar deutet darauf hin, dass der Verkäufer einen höheren Endpreis erwartet.
Die Auktion bietet eine seltene Gelegenheit, ein Stück Automobil- und Zeitgeschichte zu erwerben. Mit nur 88 jemals produzierten Modellen zählt der Mercedes-Benz 770 zu den exklusivsten – und umstrittensten – Fahrzeugen des 20. Jahrhunderts. Der endgültige Verkaufspreis wird wohl seinen einzigartigen Platz in der Geschichte widerspiegeln.
