13 April 2026, 08:14

Indischer Konzern Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Aktienzertifikat für Inhaberaktien ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit gedrucktem Text einschließlich des Firmennamens und der Adresse.

Indischer Konzern Jindal Steel will Thyssenkrupp-Stahlsparte übernehmen

Indischer Stahlkonzern Jindal Steel legt Angebot für Thyssenkrupp-Stahlsparte vor

Der indische Stahlproduzent Jindal Steel International hat ein unverbindliches Angebot für den Kauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp abgegeben. Der Vorstand des deutschen Konzerns wird das Angebot nun prüfen und dabei die finanziellen Auswirkungen, die Umweltverpflichtungen sowie die Arbeitsplatzsicherheit für die Belegschaft bewerten. Der Schritt unterstreicht Jindals Bestrebungen, seine Präsenz in Europa weiter auszubauen.

Die Stahlsparte von Thyssenkrupp verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 10,7 Milliarden Euro bei einem bereinigten Betriebsergebnis von 261 Millionen Euro. Ursprünglich sollte die Sparte in ein Joint Venture mit dem tschechischen Milliardär Daniel Křetínský überführt werden, doch diese Pläne sind ins Stocken geraten.

Jindal Steel, einer der größten integrierten Stahlhersteller Indiens, ist bereits in Afrika und Australien aktiv. Mit einem Umsatz von 12 Milliarden Euro und einer operativen Marge von 22 Prozent verfolgt das Unternehmen eine ambitionierte Wachstumsstrategie. Erst kürzlich übernahm Jindal ein Stahlwerk in Tschechien und bewirbt sich um ein weiteres in Italien.

Im Rahmen des vorgeschlagenen Deals hat sich Jindal verpflichtet, das DRI-Werk von Thyssenkrupp in Duisburg fertigzustellen und zusätzlich über zwei Milliarden Euro zu investieren. Ziel ist es, die deutsche Sparte zum größten klimafreundlichen Stahlproduzenten Europas zu entwickeln.

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Die Entscheidung des Thyssenkrupp-Vorstands wird von drei zentralen Kriterien abhängen: der wirtschaftlichen Tragfähigkeit, der grünen Transformation und dem Erhalt der Arbeitsplätze an den Standorten. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Sollte die Übernahme genehmigt werden, würde sie die Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp unter indische Führung stellen. Jindals Investitionspläne umfassen die Modernisierung der Anlagen, die Reduzierung der Emissionen und die Aufrechterhaltung des Produktionsniveaus. Das Ergebnis hängt von weiteren Verhandlungen und behördlichen Genehmigungen ab.

Quelle