27 January 2026, 17:05

ISUV fordert regionale Anpassung der Düsseldorfer Tabelle für faire Unterhaltsberechnungen

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer handschriftlichen Genealogie einer deutschen Familie, gefüllt mit Text über Familienmitglieder und ihre Abstammung.

ISUV fordert regionale Anpassung der Düsseldorfer Tabelle für faire Unterhaltsberechnungen

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) hat seine Forderungen nach einer regionalen Anpassung der Wohnkosten in Unterhaltsberechnungen erneuert. Nach Ansicht des Verbandes wird die aktuelle Pauschalregelung den stark gestiegenen Mieten in Deutschland nicht gerecht. Die Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Düsseldorfer Tabelle 2026 veraltete Annahmen fortschreibt und viele Eltern mit den steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen.

Der ISUV argumentiert, dass der bundesweit einheitliche Zuschlag von 520 Euro für Warmmiete in vielen Regionen längst nicht mehr der Realität entspricht. Während die Mieten in Städten und Ballungsräumen stark angestiegen sind, bleibt dieser Betrag in der Düsseldorfer Tabelle unverändert. Zudem kritisiert der Verband, dass die Schonbeträge für unterhaltspflichtige Eltern nicht angepasst wurden, was die finanzielle Belastung weiter verschärft.

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Gleichzeitig ist der gesetzliche Mindestunterhalt für 2026 nur minimal erhöht worden. Unter Berücksichtigung der höheren Kindergeldzahlungen bleibt die Entlastung für Familien in der Praxis gering. Der ISUV warnt, dass immer mehr Eltern gezwungen sind, Bürgergeld zu beantragen, um grundlegende Ausgaben zu decken. Um die Situation zu entlasten, rät die Organisation betroffenen Eltern, ihre Ansprüche auf zusätzliche staatliche Leistungen zu prüfen. Wo möglich, sollten Unterhaltszahlungen zudem durch einvernehmliche Vereinbarungen statt gerichtliche Auseinandersetzungen geregelt werden.

Kern der Forderungen des ISUV ist eine Anpassung des Systems an regionale Kostenunterschiede. Ohne Reformen werde die pauschale Wohnkostenregelung Eltern in teuren Wohngegenden weiterhin unverhältnismäßig belasten. Der Verband betont, dass dringend gehandelt werden müsse, um weitere finanzielle Härten für getrennt lebende Familien zu vermeiden.