Italo bringt 2028 blitzschnelle Züge nach Deutschland – und fordert die Bahn heraus
Julian FrankeItalo bringt 2028 blitzschnelle Züge nach Deutschland – und fordert die Bahn heraus
Italo startet 2028 Hochgeschwindigkeitszüge in Deutschland
Bis April 2028 will der italienische Bahnbetreiber Italo Hochgeschwindigkeitsverbindungen in Deutschland aufnehmen. Mit blauen Zügen tritt das Unternehmen in direkte Konkurrenz zur ICE-Flotte der Deutschen Bahn. Hintergrund ist eine Investition von 3,6 Milliarden Euro in neue Züge und Infrastruktur.
Geplant sind stündliche Verbindungen zwischen München, Köln und Dortmund. Zudem sollen München, Berlin und Hamburg alle zwei Stunden miteinander verbunden werden. Die Streckenauswahl zielt darauf ab, die Reiseoptionen für Fahrgäste zwischen wichtigen deutschen Städten zu verbessern.
Italo setzt zunächst 30 neue Siemens-Velaro-Triebzüge ein, die mit Unterstützung von über 5.000 Industriearbeitern gebaut wurden. Ein 30-jähriger Wartungsvertrag mit Siemens sichert die langfristige Betreuung der Flotte. Das Projekt schafft zudem 2.500 neue Arbeitsplätze im Service- und Betriebsbereich, wobei die Einstellung deutscher Mitarbeiter im Juni beginnen soll.
Voraussetzung für die Expansion ist die Zusage langfristiger Netzkapazitäten durch die deutschen Behörden. Bis Ende Mai benötigt Italo die Bestätigung für die Streckennutzung, um das Vorhaben umsetzen zu können. Der Betrieb wird über die neu gegründete deutsche Tochtergesellschaft Atrium SE abgewickelt.
Die Markteinführung von Italo könnte – ähnlich wie in Italien – zu sinkenden Ticketpreisen führen. Mit einer Investitionssumme von 3,6 Milliarden Euro und Tausenden neuer Arbeitsplätze markiert das Projekt einen bedeutenden Wandel im deutschen Bahnmarkt. Bei rechtzeitiger Genehmigung sollen die Verbindungen im April 2028 aufgenommen werden.






