Jahre der Bahn-Chaos: Bergisch Gladbachs Pendler müssen umsteigen
Philipp SchulteJahre der Bahn-Chaos: Bergisch Gladbachs Pendler müssen umsteigen
Pendler in Bergisch Gladbach müssen sich auf jahrelange Behinderungen einstellen, denn die lang erwarteten Großbaustellen an der S11-Strecke beginnen. Die seit 15 Jahren versprochene zweite Gleisstrecke wird nun endlich Realität – doch der Preis ist hoch. Der Zugverkehr wird über längere Zeiträume komplett eingestellt, beginnend mit ersten Sperrungen 2026 und gipfelnd in einer Vollsperrung von Ende 2030 bis Anfang 2032.
In der ersten Bauphase 2026 und 2027 werden ein digitales Stellwerk installiert und wichtige Brücken saniert. Hier kommt es zwar zu Verzögerungen, eine vollständige Einstellung des Betriebs ist für diesen Abschnitt jedoch noch nicht angekündigt.
Die schwerwiegendsten Einschränkungen stehen jedoch noch bevor: Vom vierten Quartal 2030 bis zum ersten Quartal 2032 wird der S-Bahn-Verkehr auf der Strecke komplett ruhen. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda bestätigte kürzlich diesen Zeitplan in Verbindung mit dem Bau des zweiten Gleises. Bisher hatten die Verantwortlichen weder einen konkreten Baubeginn noch ein Fertigstellungsdatum genannt.
Neben dem neuen Gleis wird auch der Bahnhof Bergisch Gladbach erweitert, unter anderem mit zusätzlichen Bahnsteigen. Langfristig sollen die Maßnahmen einen zuverlässigeren 10-Minuten-Takt ermöglichen. Wann genau die Arbeiten abgeschlossen sein werden und der Zugverkehr wiederaufgenommen wird, bleibt jedoch unklar.
Für Pendler bringen die Sperrungen erhebliche Herausforderungen mit sich. Allein die 18-monatige Vollsperrung wird viele zwingen, sich nach Alternativen für ihren täglichen Arbeitsweg umzusehen.
Die zweite Gleisstrecke lässt die Anwohner seit 15 Jahren warten – nun bringt der Bau Jahre voller Einschränkungen mit sich. Da kein festes Enddatum für das Projekt feststeht, müssen sich Fahrgäste auf langfristige Änderungen in ihrem Alltag einstellen. Die Modernisierung verspricht zwar eine bessere Verkehrsanbindung in der Zukunft, doch der Weg dorthin wird alles andere als einfach.
