Jonas Heinen übernimmt Conrads' Stadtratsplatz und setzt auf Modernisierung ohne Traditionen zu vergessen
Philipp SchulteJonas Heinen übernimmt Conrads' Stadtratsplatz und setzt auf Modernisierung ohne Traditionen zu vergessen
Jonas Heinen hat seinen Platz im Solinger Stadtrat eingenommen und löst damit Helen Conrads ab. Der Wechsel folgt auf Conrads' Austritt aus der CDU und ihrem Übertritt zur AfD Anfang dieses Monats. Heinen, ein lokaler Unternehmer, vertritt nun die CDU mit dem Schwerpunkt, die Stadt zu modernisieren, ohne ihre industriellen Wurzeln zu vernachlässigen.
Helen Conrads verließ die CDU am 12. Februar 2026 und wechselte zur AfD, wodurch ihr Stadtratsmandat frei wurde. Nur fünf Tage später wurde Jonas Heinen zu ihrem Nachfolger ernannt, sodass die CDU weiterhin 24 Sitze hält. Durch Conrads' Wechsel gewann die AfD einen Sitz hinzu und kommt nun auf 16 Mandate, doch die politische Gesamtverteilung im Rat blieb unverändert.
Heinen, Geschäftsführer der HEISO 1870 GmbH, lebt im Solinger Stadtteil Wald. Seine politischen Schwerpunkte liegen in der Wirtschaftspolitik, insbesondere in der Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Zudem setzt er sich für eine bessere familienfreundliche Infrastruktur ein, etwa durch den Ausbau von Kinderbetreuung und Gemeinschaftsräumen.
Über klassische Politikfelder hinaus möchte Heinen die Digitalisierung und künstliche Intelligenz in die städtische Entwicklung einbinden. Er ist überzeugt, dass diese Technologien Effizienz und Lebensqualität der Bürger verbessern können. Sein Ziel ist es, Solingens traditionsreiche KMU-Kultur mit den Anforderungen einer modernen, technologiedominierten Stadt zu verbinden.
Die Fraktion SG zukunft. begrüßte Heinen und äußerte die Hoffnung, dass sein Eintritt neue Impulse in den Rat bringt. Heinen selbst betonte die Bedeutung praktischer Verbesserungen – Maßnahmen, die die Stadt für künftige Generationen lebenswerter machen.
Durch Heinens Ernennung bleibt die CDU im Stadtrat präsent, ohne dass sich die politische Machtbalance verschiebt. Seine Fokussierung auf Digitalisierung, KMU-Förderung und Familienpolitik wird seine Arbeit in der kommenden Amtszeit prägen. Nun bleibt abzuwarten, wie sein unternehmerischer Hintergrund Solingens weiteren Weg beeinflussen wird.
