Kerstinghaus in Solingen: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunft des Gebäudes
Philipp SchulteKerstinghaus in Solingen: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunft des Gebäudes
Die Zukunft des Kerstinghauses in Solingen steht zur Debatte – mit Forderungen nach einer stärkeren Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess. Das Gebäude am Graf-Wilhelm-Platz gilt als zentraler Baustein für die Entwicklung der Innenstadt. Lokale Politiker:innen und Anwohner:innen möchten nun mitbestimmen, wie es künftig genutzt wird.
SPD und Grüne schlagen vor, das Kerstinghaus in ein Jugendcafé umzuwandeln. Die Wählergruppe Bürger für Solingen (BfS) hingegen betont, dass dies nicht die einzige Option sein dürfe. Daniela Winter, Stadträtin und Bezirksvertreterin der BfS, besteht darauf, dass die Bürgerinnen und Bürger eine aktive Rolle bei der Gestaltung der Zukunft des Gebäudes spielen müssen.
Die BfS setzt sich für eine breite und transparente Bürgerbeteiligung ein, noch bevor eine endgültige Entscheidung fällt. Lokale Behörden und Politiker:innen sollen demnach gemeinsam mit Anwohnern, Unternehmen, Jugendlichen und Gemeinschaftsgruppen an einem Konzept arbeiten, das der Solinger Innenstadt langfristigen Nutzen bringt.
Die öffentliche Einbindung könnte verschiedene Formen annehmen – etwa Workshops, digitale Beteiligungsformate oder ein Ideenlabor speziell zum Kerstinghaus. Die BfS stellt klar, dass es sich dabei um eine echte Mitgestaltung handeln muss und nicht um eine bloße Alibiveranstaltung. Entscheidungen dürfen nicht allein Verwaltung oder Parteien überlassen bleiben.
Das Kerstinghaus bleibt ein zentraler Punkt in den Plänen für die Solinger Innenstadt. Sollten sich die Forderungen nach Bürgerbeteiligung durchsetzen, werden die Anwohner:innen die künftige Nutzung mitgestalten. Das Ergebnis könnte Schule machen – und zeigen, wie in der Stadt künftig über große Vorhaben entschieden wird.
