20 June 2026, 00:15

Klinik-Mitarbeiter protestieren in Düsseldorf gegen Finanzkrise im Gesundheitswesen

NRW-Krankenhäuser protestieren gegen mangelnde finanzielle Bundesausgleich

Klinik-Mitarbeiter protestieren in Düsseldorf gegen Finanzkrise im Gesundheitswesen

Mitarbeiter der Kplus-Gruppe beteiligten sich am 20. September 2023 an Protesten vor dem Landtag in Düsseldorf. Die vom Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW) organisierte Kundgebung war Teil einer bundesweiten Aktionswelle. Beschäftigte aus den Standorten Haan, Hilden, Leverkusen und Solingen nahmen daran teil.

Im Juni 2023 hatte die Kplus-Gruppe für drei ihrer vier Krankenhausstandorte Eigenverwaltungsanträge im Rahmen eines Insolvenzverfahrens gestellt. Mit diesem Schritt wollte die Gruppe ihre Entscheidungshoheit wahren und die Liquidität angesichts finanzieller Engpässe sichern. Man rechnete innerhalb eines Jahres mit Zahlungsausfällen.

Die Demonstranten richteten eine klare Botschaft an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: „Die beste Medizin: ausreichende Finanzierung.“ Sie forderten eine nachhaltige Finanzierung, um die durch die Inflation gestiegenen Kosten zu decken, sowie eine Lohnerhöhung von zehn Prozent für das Jahr 2024. Ingo Morell, Präsident der KGNW, erklärte, Krankenhausleitungen stünden vor einer unmöglichen Wahl: „Entweder das Personal bezahlen oder die Einrichtungen über Wasser halten.“

Die Bundesregierung komme bisher ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht nach, Krankenhäuser angemessen für die gestiegenen Betriebskosten zu entschädigen. Allein 2023 haben bereits über 40 Krankenhausbetreiber in Deutschland Insolvenz angemeldet.

Die Proteste machten die eskalierende Finanzkrise im Gesundheitssektor deutlich. Immer mehr medizinische Einrichtungen stehen vor der Pleite, da die Kosten steigen und die Mittel fehlen. Die Demonstrationen forderten dringendes Handeln, um weitere Zusammenbrüche zu verhindern.

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