Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Philipp SchulteMinister Liminski betritt weiterhin kostenlos den Kölner Dom - Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein – Gläubige bleiben befreit
Kölner Dom führt Eintrittsgeld für Touristen ein
Der Kölner Dom wird bald eine Eintrittsgebühr für Besucher erheben, die sein Inneres besichtigen. Die historische Stätte, die jährlich rund sechs Millionen Touristen anzieht, begründet die Maßnahme mit den hohen Kosten für den Erhalt des Bauwerks. Gläubige und Besucher, die zum Gebet kommen, bleiben von der Gebühr ausgenommen.
Die neue Regelung soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 in Kraft treten – später als ursprünglich geplant. Die genauen Kosten stehen noch nicht fest, doch die Gebühr soll auf die finanziellen Herausforderungen bei der Erhaltung der Sandsteinstruktur aufmerksam machen.
Nathanael Liminski, Europaminister von Nordrhein-Westfalen, äußerte sich zu der Entscheidung. Obwohl er persönlich gegen Eintrittsgelder für Gotteshäuser sei, räumte er ein, dass die Domverwaltung die Angelegenheit sorgfältig abgewogen habe. Im Gegensatz zu den meisten Besuchern wird Liminski selbst die Gebühr nicht zahlen müssen – dank seiner Mitgliedschaft im Kölner Dombauverein, eine Tatsache, die er mit leichter Selbstironie erwähnte.
Der Minister betonte zudem, dass der Dom sich von früheren Finanzierungsmethoden wie Ablasszahlungen verabschiedet habe und heute auf transparente Erhaltungsmaßnahmen setze. Die Gebühr solle daran erinnern, welche laufenden Kosten für den Erhalt eines der bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands notwendig seien.
Das Ticket-System gilt ausschließlich für Touristen, die das Innere des Doms besichtigen. Gläubige können weiterhin kostenfrei eintreten. Die Domverwaltung hofft, dass die Neuregelung den langfristigen Erhalt des Bauwerks sichert – bei gleichzeitiger Offenheit für alle, die zum Gebet kommen.
