Kölner Stadtmuseum bewahrt seltene Skibergsteiger-Ausrüstung aus 150 Jahren Alpenverein-Geschichte
Julian FrankeKölner Stadtmuseum bewahrt seltene Skibergsteiger-Ausrüstung aus 150 Jahren Alpenverein-Geschichte
Kölner Stadtmuseum erwirbt seltene historische Skibergsteiger-Ausrüstung zum 150. Jubiläum des Kölner Alpenvereins
Das Kölner Stadtmuseum hat eine seltene Sammlung historischer Skibergsteiger-Ausrüstung erworben, um das 150-jährige Bestehen des Kölner Alpenvereins (KAV) zu würdigen. Die Ausrüstung gehörte einst Reinhold Kruse, einem ehemaligen Archivar des Vereins, und wurde von ihm auf hochalpinen Touren genutzt. Das Museum sieht in diesem Neuzugang eine Möglichkeit, die lange Verbindung der Stadt zum Bergsport und zur Sportgeschichte zu unterstreichen.
Zur Ausrüstung gehören Tourenski, Stöcke, Steigfelle und Steigeisen – allesamt von Kruse auf seinen Expeditionen verwendet. Besonders hervorzuheben ist die Winter-Erstbesteigung des Monte Troodelöh im Jahr 2009. Die Gegenstände spiegeln eine frühere Ära des Skitourengehens wider, als die Ausrüstung noch schwerer und weniger spezialisiert war als die heutigen leichten Konstruktionen.
Der Kölner Alpenverein, 1876 gegründet, zählt heute über 26.000 Mitglieder und ist damit nach dem 1. FC Köln der zweitgrößte Sportverein der Stadt. Anlässlich seines 150-jährigen Jubiläums im Jahr 2023 hat das Museum beschlossen, dieses Stück Vereinsgeschichte zu bewahren. Zwar wird die Ausrüstung vorerst archiviert, doch könnte sie künftig der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Moderne Skitouren-Ausrüstung hat sich seit Kruses Zeiten deutlich weiterentwickelt. Heute werden komplette Sets oft für rund 350 Euro angeboten – mit leichten Materialien für Ski, Bindungen und Schuhe. Dieser Wandel hat Leistung und Zugänglichkeit verbessert und die einst üblichen schweren Adapter überflüssig gemacht.
Der Erwerb des Museums unterstreicht den anhaltenden Einfluss des Alpenvereins in Köln. Durch die Archivierung der Ausrüstung möchte die Einrichtung die Geschichte des alpinen Sports in der Region bewahren. Die Gegenstände bilden eine greifbare Verbindung zwischen den Bergsteiger-Traditionen von einst und heute.
