Kontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar 2026
Philipp SchulteKontrollierte Sprengung im Kraftwerk Ibbenbüren: Schornstein fällt am 22. Februar 2026
Am 22. Februar 2026 steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große kontrollierte Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Rauchgasreinigungs- und Entschwefelungsanlagen in einer präzise geplanten Detonation zu Boden gehen. Die Vorbereitungen auf dem Gelände laufen bereits seit 2023 unter der Leitung des Abrissunternehmens Hagedorn.
Die Sprengung folgt auf frühere Abrissarbeiten vor Ort. Bereits im April 2025 waren der Kühlturm und das Kesselhaus abgerissen worden – der Westdeutsche Rundfunk (WDR) übertrug das Ereignis live. Die aktuelle Phase musste aufgrund von Sicherheitsbedenken mehrfach verschoben werden.
Der Beton des abgerissenen Kühlturms wird nun wiederverwendet: Er dient als Aufprallbett, um den Sturz des Schornsteins während der Sprengung abzufedern. Nach dem Abriss wird das Schrottmetall vom Gelände eingeschmolzen und recycelt.
Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, übernimmt der Netzbetreiber Amprion das Gelände im Sommer 2026. Das Unternehmen plant dort den Bau einer Umrichterstation, die dabei helfen soll, Windenergie in der Region umzuwandeln und zu verteilen. Auch diesmal wird der WDR die Sprengung live übertragen, sodass Zuschauer die kontrollierte Detonation in Echtzeit mitverfolgen können.
Die Sprengung markiert die letzte Phase des Rückbaus des Kraftwerks Ibbenbüren. Nach dem Abriss beginnt Amprion mit dem Bau der neuen Umrichteranlage. Die Materialien des Geländes – darunter Beton und Metall – werden recycelt oder für künftige Projekte wiederverwendet.
