Kontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: 600 Menschen müssen ihre Häuser verlassen
Lina SchmidtKontrollierte Sprengung in Ibbenbüren: 600 Menschen müssen ihre Häuser verlassen
Sprengung des Kraftwerks Ibbenbüren: Schornstein, Rauchgasentschwefelung und Entstickungsanlage werden kontrolliert gesprengt
Am Sonntag, dem 22. Februar, werden der Kühschacht, die Rauchgasentschwefelungsanlage und die Entstickungsanlage des Kraftwerks Ibbenbüren in einer kontrollierten Sprengung abgerissen. Die Aktion erfordert die Evakuierung von etwa 590 Menschen aus ihren Wohnungen. Strenge Sicherheitsvorkehrungen gelten im gesamten betroffenen Gebiet. Die Behörden haben vorübergehende Sperrungen, Evakuierungsfristen sowie eine spezielle Hotline für Bürgerfragen eingerichtet.
Die Sprengung ist für etwa 11:00 Uhr geplant. Nach Sicherheitsüberprüfungen könnte die Sperrzone voraussichtlich ab 12:00 Uhr wieder freigegeben werden. Anwohner an bestimmten Adressen innerhalb des abgesperrten Bereichs müssen ihre Wohnungen bis 8:00 Uhr morgens verlassen. Betroffen sind rund 190 Haushalte aus der Region sowie etwa 400 Bewohner der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE).
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, wird das Parken auf Straßen innerhalb der Sperrzone untersagt, damit Rettungskräfte ungehindert Zugang haben. Rund 120 Einsatzkräfte werden vor Ort im Einsatz sein. Zudem werden Zufahrtsstraßen zum und vom Gelände gesperrt; Umleitungen sind bereits eingerichtet.
Die Polizeidienststelle Ibbenbüren, die sich derzeit in der Sperrzone befindet, verlagert ihre Aktivitäten am 22. Februar vorübergehend ins Rathaus. Darüber hinaus sind an diesem Tag alle Drohnenflüge im Umkreis von 100 Metern um das Kraftwerksgelände verboten. Für Rückfragen oder aktuelle Informationen schaltet das Rechts-, Ordnungs- und Bürgeramt der Stadt ab 7:00 Uhr eine Hotline unter der Nummer 49 5451 931-3200.
Die Sprengung markiert einen wichtigen Schritt im Rückbau des Kraftwerks Ibbenbüren. Mit fast 600 betroffenen Personen und strengen Sicherheitsprotokollen streben die Behörden eine effiziente Durchführung an. Voraussichtlich wird die Sperrzone kurz nach der Detonation wieder geöffnet – vorausgesetzt, die anschließenden Kontrollen bestätigen, dass keine Gefahren mehr bestehen.
