Krebs bleibt tödlichste Gefahr in NRW – doch Städte zeigen extreme Unterschiede
Lina SchmidtFast jeder Vierte stirbt an Krebs - Krebs bleibt tödlichste Gefahr in NRW – doch Städte zeigen extreme Unterschiede
Krebs bleibt in Nordrhein-Westfalen eine der häufigsten Todesursachen und ist für etwa jeden vierten Sterbefall verantwortlich. Neue Zahlen aus dem Jahr 2024 zeigen, dass über 51.000 Einwohner an der Krankheit starben – mit deutlichen Unterschieden in den Sterberaten zwischen den Städten des Landes.
Tumore des Verdauungssystems waren im vergangenen Jahr die häufigste Krebs-Todesursache. Sie machten 30 Prozent der Fälle bei Männern und 27,2 Prozent bei Frauen aus. Bösartige Geschwülste der Atmungsorgane folgten als zweit tödlichste Krebsart.
Bei Männern rangierten Krebserkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane auf Platz drei und verursachten 12 Prozent der Todesfälle. Bei Frauen war Brustkrebs die dritthäufigste Todesursache durch Krebs und verantwortlich für 16,5 Prozent der Fälle.
Die landesweite Sterberate lag bei 284 Todesfällen pro 100.000 Einwohner. Doch die Zahlen unterschieden sich zwischen den Städten deutlich: Herne verzeichnete mit 345 Todesfällen pro 100.000 Einwohner die höchste Rate, während Bonn mit 218 die niedrigste aufwies. Das durchschnittliche Sterbealter von Krebspatienten betrug 75,3 Jahre – im Vergleich zu 79,4 Jahren bei allen Verstorbenen in der Region.
Die Daten unterstreichen die anhaltenden Unterschiede in der Krebssterblichkeit innerhalb Nordrhein-Westfalens. Lokale Faktoren wie der Zugang zu medizinischer Versorgung, sozioökonomische Bedingungen und demografische Merkmale scheinen diese Schwankungen zu beeinflussen. Die Zahlen bestätigen zudem die anhaltend hohe Belastung durch Krebs, wobei Tumore des Verdauungs- und Atmungssystems auch 2024 zu den tödlichsten Formen zählen.
