31 May 2026, 12:15

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoffwirtschaft beim 5. LKH2 in Aachen

Laser-Technologien für die Zukunft der Wasserstoffwirtschaft

Lasertechnik revolutioniert Wasserstoffwirtschaft beim 5. LKH2 in Aachen

5. Laser-Kolloquium Wasserstoff 2024 (LKH2) in Aachen: Lasertechnik als Schlüssel für die Wasserstoffwirtschaft

Vom 10. bis 11. September 2024 fand in Aachen das 5. Laser-Kolloquium Wasserstoff (LKH2) statt. Fachleute aus Forschung und Industrie trafen sich, um über die neuesten Entwicklungen in der Lasertechnologie für die Wasserstoff- und Brennstoffzellenproduktion zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen Innovationen in der Fertigung, Oberflächenbehandlung und internationale Zusammenarbeit.

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Eröffnet wurde die Konferenz von Dr. Alexander Olowinsky, Leiter der Abteilung Fügen und Trennen am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik (ILT). Er erläuterte, wie die Lasertechnik die Wasserstoffwirtschaft prägt – insbesondere durch präzise Fertigungsverfahren.

Das zweitägige Programm umfasste 17 Fachvorträge zur industriellen Brennstoffzellenherstellung. Themen waren unter anderem die kontinuierliche Fertigung metallischer bipolarer Platten, Echtzeit-Prozessüberwachung und fortschrittliche Oberflächenfunktionalisierung. Tobias Keller vom Fraunhofer ILT demonstrierte, wie Laserbearbeitung durch mikrometergenaue Präzision die Effizienz und Lebensdauer dieser Platten deutlich verbessert.

Ein Schwerpunkt lag auf Ultrakurzpuls-(UKP-)Lasern, die komplexe Schnitte in bipolaren Platten mit minimaler Materialschädigung und hoher Wiederholgenauigkeit ermöglichen. Prof. Dr. Eike Hübner vom Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut zeigte, wie laserinduzierte Nanostrukturen – etwa Nano-Schäume – die Oberflächen von Brennstoffzellen optimieren können.

Dr. Simon Britten von Laserline präsentierte die Vorteile von Diodenlasern in der Elektrolyse und Brennstoffzellenfertigung. Besonders hervorgehoben wurden ihre Effizienz und Präzision für den industriellen Großmaßstab. Dr. Martin Müller vom Forschungszentrum Jülich erläuterte die Bedeutung der Elektrolyse als Grundpfeiler der Wasserstoffproduktion und betonte den Bedarf an neuen Elektrodendesigns und Katalysatoren.

Immer wieder wurde die internationale Zusammenarbeit als entscheidend für den Fortschritt genannt. Referenten verwiesen auf globale Partnerschaften, die technologische Durchbrüche und den Ausbau der Wasserstoff-Infrastruktur beschleunigen.

Das Kolloquium unterstrich die wachsende Rolle der Lasertechnik in der Wasserstoff- und Brennstoffzellenproduktion. Innovationen bei Präzisionsschneiden, Oberflächenbehandlungen und Prozessüberwachung gelten als Schlüsselfaktoren für die Skalierung industrieller Anwendungen. Veranstalter und Teilnehmer waren sich einig: Nur durch kontinuierliche Kooperation lassen sich weitere Fortschritte in diesem Zukunftsfeld erzielen.

Quelle