Lebensgefährlicher Stromschlag: Selfie auf Zugdach endet im Kölner Hauptbahnhof dramatisch
Lina SchmidtLebensgefährlicher Stromschlag: Selfie auf Zugdach endet im Kölner Hauptbahnhof dramatisch
Schwerverletzter nach Stromschlag beim Selfie auf Zugdach im Kölner Hauptbahnhof
Ein 25-jähriger Mann erlitt lebensgefährliche Verbrennungen, nachdem ihn ein Lichtbogen traf, während er auf einem Zug im Kölner Hauptbahnhof ein Selfie machte. Der Vorfall führte zu massiven Behinderungen im Bahnverkehr mit langen Verspätungen und Ausfällen, von denen Dutzende Reisende betroffen waren. Die Behörden rufen nun Zeugen auf, sich zu melden, während die Ermittlungen andauern.
Der Unfall ereignete sich an einem haltenden RE-1-Zug im Kölner Hauptbahnhof. Der Mann kletterte vermutlich für ein Selfie auf das Dach eines Waggons und geriet dabei in Kontakt mit der Oberleitung. Ein Lichtbogen entlud sich und verursachte schwere Verbrennungen an großen Teilen seines Körpers.
Nach dem Stromschlag stürzte das Opfer auf den Bahnsteig und war kurzzeitig bei Bewusstsein. Rettungskräfte brachten ihn eilends ins Krankenhaus, wo er sich weiterhin in lebensgefährlichem Zustand befindet. Die Bahnstrecke war für mehrere Stunden gesperrt und wurde erst gegen 17:30 Uhr wieder freigegeben.
Durch die Störung kam es zu insgesamt 261 Minuten Verspätung bei 24 Zügen. Drei Verbindungen wurden umgeleitet, drei weitere teilweise oder vollständig gestrichen. Die Bundespolizeidirektion Sankt Augustin Köln hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen des Vorfalls, sich bei ihr zu melden.
Für Auskünfte steht die Pressestelle unter der Telefonnummer +49 (0) 221 16093-1401 oder per E-Mail unter [email protected] zur Verfügung. Betroffenen des Vorfalls wird zudem Unterstützung angeboten.
Die Behörden warnen erneut vor den extremen Gefahren von Bahnstrom. Sie betonen, dass leichtsinniges Verhalten in der Nähe von Zügen – wie das Klettern auf Wagons oder riskante Selfies – tödliche Folgen haben kann.
Der Verletzte befindet sich weiterhin mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus, während der Bahnverkehr inzwischen wieder normal läuft. Die Polizei ermittelt weiter und ruft die Bevölkerung auf, gefährliche Handlungen in der Nähe von Bahnanlagen zu unterlassen. Zeugen oder Personen mit Hinweisen werden gebeten, sich umgehend bei den Behörden zu melden.






