"Licht für alle": Wie eine Kirche in Tiefenort mit Rockmusik und Ritualen berührt
Anton Meyer"Licht für alle": Wie eine Kirche in Tiefenort mit Rockmusik und Ritualen berührt
Licht für alle: Ein unvergesslicher Abend in der Tiefenorter St.-Petri-Kirche
Am 1. Februar zog die St.-Petri-Kirche in Tiefenort trotz eisiger Temperaturen und eines vollen Dorfterminkalenders ein volles Haus an. Der Gottesdienst "Licht für alle" verband Rockmusik, klassische Kirchenlieder und packende Erzählungen zu einem berührenden Erlebnis. Menschen jeden Alters füllten die Kirchenbänke, viele blieben noch lange nach dem offiziellen Ende, um sich auszutauschen und zu verbinden.
Der Abend entfaltete sich wie eine Reise durch Vergangenheit und Gegenwart. Beginnend mit der Verbannung des Johannes nach Patmos führte er in die Dunkelheit des Merkerser Salzbergwerks – Symbole für Kampf und Widerstandskraft. Pfarrer Thomas Volkmann wirkte selbst musikalisch mit und spielte Keyboard in der Band "The Quiet Side", deren Auftritt mit Gitarre, Cajón und Mundharmonika zu einem Höhepunkt wurde.
Der Gottesdienst brach mit Traditionen: Neben klassischen Stücken wie "Kyrie eleison" erklangen Beatles-Melodien und ostdeutsche Rockballaden. Der emotionale Höhepunkt war ein Kerzenritual, bei dem die Gemeinde gemeinsam ein großes schmiedeeisernes Fischsymbol entzündete – als Zeichen der Hoffnung und persönlichen Besinnung.
In seiner Predigt betonte Pfarrer Volkmann die Vision Jesu als Kraft, die Ängste vertreibt und Hoffnung schenkt. Viele Besucher empfingen individuelle Segensworte, was das Gemeinschaftsgefühl vertiefte. Die offene Atmosphäre der Kirche lud ein, auch nach dem Gottesdienst noch draußen zusammenzubleiben, zu plaudern und die Eindrücke zu teilen – weit in die Nacht hinein.
"Licht für alle" gelang es, Musik, Glauben und Erzählungen so zu verbinden, dass ein buntes Publikum erreicht wurde. Die Mischung aus Rock, Ritual und Reflexion hinterließ bei den Anwesenden einen bleibenden Eindruck. Mit einer bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche und Gesprächen, die noch lange andauerten, stärkte der Abend den Gemeinschaftsgeist in Tiefenort.
