Margarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Lebenswerk in Essen
Julian FrankeMargarete Roderig erhält Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Lebenswerk in Essen
Margarete Roderig ist mit der höchsten zivilen Auszeichnung Deutschlands geehrt worden – für ihr lebenslanges Engagement im sozialen Bereich. Am 9. Dezember 2025 überreichte ihr Essens Oberbürgermeisterin im Rahmen einer Feierstunde das Bundesverdienstkreuz am Bande. Die Auszeichnung würdigt ihre jahrzehntelange Arbeit zur Unterstützung benachteiligter Gruppen in der Stadt und darüber hinaus.
Roderigs Einsatz für Inklusion begann 2004, als sie den Verein Flotte Socke gründete, der Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung fördert. Als Vorsitzende und Tanzpädagogin leitet sie bis heute Aufführungen mit Teilnehmenden im Alter von 17 bis 65 Jahren.
Seit 2003 steht sie zudem der Borbecker Abteilung des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. (SkF) vor, der benachteiligten Familien hilft. 2023 erweiterte sie ihr Wirken mit Borbecker Mahl-Zeit, einem Projekt, das günstige Mahlzeiten und Unterstützung für Menschen in Not anbietet. Noch im selben Jahr ehrte die Stadt Essen sie mit der Ehrenplakette der Stadt.
Neben ihrem karitativen Engagement ist Roderig seit 1976 politisch aktiv – als Mitglied der CDU. 2020 wurde sie Bezirksbürgermeisterin für Essens Stadtbezirk IV und verbindet seitdem öffentliches Amt mit ihrem gesellschaftlichen Einsatz.
Das 1951 gestiftete Bundesverdienstkreuz zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in herausragender Weise für das Gemeinwohl engagieren. Mit der Auszeichnung reiht sich Roderig ein in die Reihe jener, die durch beharrliches Handeln das soziale Gefüge Deutschlands geprägt haben.
Die Ehrung unterstreicht Roderigs Wirkung in vielfältigen Bereichen – von der Inklusion von Menschen mit Behinderung bis zur Ernährungssicherheit. Ihre Arbeit bleibt auf lokale Bedürfnisse ausgerichtet und inspiriert zugleich zu breiterem gesellschaftlichem Engagement. Die Feier in Essen markierte nicht nur einen persönlichen Meilenstein, sondern war auch eine Hommage an bürgerschaftliches Engagement von der Basis.
