17 March 2026, 02:13

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren unermüdlichen Einsatz für Demokratie in Belarus

Silbermedaille mit einem Porträt von Karl Marx auf weißem Hintergrund.

Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren unermüdlichen Einsatz für Demokratie in Belarus

Die belarussische Bürgerrechtlerin Maria Kalesnikava ist am Samstag in Aachen offiziell mit dem Internationalen Karlspreis ausgezeichnet worden. Die Verleihung, die vier Jahre nach ihrer ersten Nominierung als Preisträgerin stattfand, würdigt ihren Einsatz für demokratische Rechte – auch während ihrer Haft in Belarus. Seit ihrer kürzlichen Freilassung lebt sie in Deutschland, bleibt aber weiterhin auf die Zukunft ihres Landes fokussiert.

Kalesnikava erhielt die renommierte Auszeichnung im Rahmen einer Feier, die ihr langjähriges Engagement für die Demokratie in Belarus in den Mittelpunkt stellte. Der Karlspreis, der herausragende Verdienste um die europäische Einigung ehrt, wurde nur selten an Persönlichkeiten verliehen, die sich in autoritären Staaten für Freiheit einsetzen. In den letzten zehn Jahren erhielt lediglich eine weitere belarussische Aktivistin die Auszeichnung: Swjatlana Zichanouskaja, die 2022 für ähnliche Bemühungen geehrt wurde.

In ihrer Dankesrede betonte Kalesnikava die Notwendigkeit internationaler Solidarität mit den Belarussen – sowohl mit jenen im Exil als auch mit denen, die im Land weiterhin gegen die Diktatur kämpfen. Sie erinnerte auch an ihre inhaftierten Freundinnen und Freunde und gelobte, sich weiter für deren Freilassung einzusetzen.

In Freiheit und nun in Deutschland lebend, arbeitet sie eng mit Zichanouskaja und Veronika Zepkalo zusammen, um demokratischen Wandel in Belarus voranzutreiben. Trotz aller Herausforderungen äußerte Kalesnikava Optimismus hinsichtlich eines zukünftigen demokratischen Belarus.

Mit Blick auf Aachen hob sie die historische Bedeutung der Stadt hervor und würdigte deren Rolle bei der Bewahrung des europäischen Erbes.

Die Verleihung des Karlspreises stellte einen seltenen Moment der Anerkennung für belarussische Aktivistinnen und Aktivisten auf europäischer Bühne dar. Kalesnikavas anhaltendes Wirken – gemeinsam mit Zichanouskaja und Zepkalo – hält den Kampf um Demokratie in Belarus im öffentlichen Bewusstsein. Nun appelliert sie an die europäischen Regierungen, sich entschlossen an die Seite aller zu stellen, die sich gegen das Regime engagieren – im Inland wie im Ausland.

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