Markus Preuss verlässt SPD-Fraktion – bleibt aber als "SPD-SüdBurg" im Solinger Stadtrat
Philipp SchulteMarkus Preuss verlässt SPD-Fraktion – bleibt aber als "SPD-SüdBurg" im Solinger Stadtrat
Markus Preuss hat bekannt gegeben, dass er als unabhängiger Kandidat unter dem Namen „SPD-SüdBurg“ im Solinger Stadtrat bleiben wird. Zwar bleibt er Mitglied der SPD, vertritt jedoch nicht mehr die offizielle Fraktion der Partei. Seine Entscheidung folgt anhaltenden internen Streitigkeiten in der Ortspartei.
Preuss verließ die SPD-Fraktion, nachdem seine Anträge wiederholt von der Tagesordnung gestrichen worden waren. Zudem kritisierte er mangelnden Respekt seitens einiger Parteimitglieder und äußerte Frustration darüber, dass sich die Partei trotz seiner Appelle nicht ausreichend für die Ärmsten in der Gesellschaft einsetze.
Sein Schritt wurde mit dem SPD-Ortsverein SüdBurg abgestimmt, der ihn einstimmig unterstützte. Preuss forderte führende SPD-Vertreter auf, ihr Handeln und ihre Kommunikationsweise zu überdenken. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Partei in Solingen tief gespalten sei.
In seiner neuen Rolle beantragte er einen separaten Tisch für SPD-SüdBurg im Ratssaal. Zwar zeigt er sich offen für eine Zusammenarbeit mit der SPD-Fraktion, jedoch nur auf Augenhöhe. Zudem kündigte er an, weiterhin einen Teil seiner Aufwandsentschädigung an soziale Einrichtungen zu spenden.
Preuss bleibt zwar parteiloser Abgeordneter, behält aber seine SPD-Mitgliedschaft. Seine Haltung unterstreicht sein Bekenntnis zu den Kernwerten der Partei trotz der internen Konflikte. Der Schritt markiert eine Verschiebung der lokalen Machtverhältnisse für die Solinger SPD.
