Mönchengladbach pflanzt 100 Baumquartiere gegen Hitze und für besseres Klima
Philipp SchulteMönchengladbach pflanzt 100 Baumquartiere gegen Hitze und für besseres Klima
Mönchengladbach startet ehrgeizigen "Masterplan Stadtbäume" zur Aufwertung grüner Flächen und Klimaschutz
Die Stadt Mönchengladbach hat einen ambitionierten Masterplan für Stadtbäume auf den Weg gebracht, um grüne Oasen auszubauen und dem Klimawandel entgegenzuwirken. Geplant sind 100 neue "Baumquartiere", die mit modernen Baummethoden und unter Einbindung der Anwohner entstehen sollen. Rund 1,1 Millionen Euro fließen in das Vorhaben – der Großteil davon stammt aus einem Bundeszuschuss.
Aktuell zählt Mönchengladbach etwa 75.000 Stadtbäume sowie über 57 Hektar zusammenhängende Baumflächen. Diese grünen Zonen tragen zur Luftreinigung bei und steigern die Lebensqualität der Bürger. Nun sollen sie weiter ausgebaut werden.
Ein zentraler Bestandteil des Plans ist die digitale Erfassung von rund 10.000 Baumstandorten. Dadurch lassen sich optimale Pflanzorte identifizieren – insbesondere in "grünen Problemzonen", wo Hitzewelle und Vegetationsmangel stärker zu spüren sind. Den Löwenanteil der 1,1 Millionen Euro übernimmt das "Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz" (ANK) der Bundesregierung, das 80 Prozent der Kosten deckt. Die restlichen 20 Prozent trägt die Stadt selbst. Im Fokus stehen Gebiete mit wenig Grün und höheren Temperaturen, um kühlere, gesündere Wohnviertel zu schaffen.
Die neuen Baumquartiere setzen auf innovative Pflanzmethoden und Bürgerbeteiligung. Die Verantwortlichen erwarten, dass die erweiterte Grünfläche Hitzewelle mindert und die Luftqualität verbessert. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Mönchengladbachs Anpassungsstrategie an den Klimawandel.
