Nach Bankraub in Gelsenkirchen: Opfer kämpft mit Schulden trotz Totalverlust
Lina SchmidtVaultopfer Entsetzt - Sparkasse Fordert Über 7,5% Kreditzinssatz - Nach Bankraub in Gelsenkirchen: Opfer kämpft mit Schulden trotz Totalverlust
Ein Millionenraub in Gelsenkirchen belastet ein Opfer mit unerwarteten Schulden
Astrid Kaiser verlor durch einen spektakulären Diebstahl Ende Dezember ihre gesamten Ersparnisse – Gold, das sie für eine Traumreise zurückgelegt hatte. Als Unbekannte über 3.000 Schließfächer in einer Gelsenkirchener Bank ausraubten, wurde auch ihr Safe geleert. Doch damit nicht genug: Ihre Bank, die Sparkasse, verlangt weiterhin Zinsen für einen Kredit, den sie vor dem Überfall aufgenommen hatte.
Die Täter waren durch eine Betonwand in das Bankgebäude eingedrungen und hatten Zugang zu den Schließfächern erlangt. Sie erbeuteten Wertgegenstände im Millionenbereich. Wie der Einbruch genau ablief und wer dahintersteckt, ist bisher unklar – Polizei und Staatsanwaltschaft schweigen zu den Ermittlungsergebnissen.
Kaiser hatte das Gold für eine lang geplante Reise angespart. Nach dem Raub musste sie feststellen, dass ihre Bank weiterhin die vertraglichen Zinsen für ihren bestehenden Kredit berechnet – trotz ihres Totalverlusts. Eine Stundung oder ein Erlass der Forderungen blieb aus.
Der Coup hat die Frau nicht nur um ihre Ersparnisse gebracht, sondern sie auch mit laufenden Kreditverpflichtungen zurückgelassen. Während die Behörden weiter ermitteln, ohne bislang Verdächtige zu fassen, verschärft die Weigerung der Bank, auf die Zinszahlungen zu verzichten, die finanzielle Not der Geschädigten.
