Neue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken
Philipp SchulteNeue Betrugsmasche: Wie Kriminelle mit Cybertrading ahnungslose Anleger abzocken
Ermittler der Kriminalinspektion 23 warnen vor einer zunehmenden Betrugsmasche, die als „Cybertrading-Betrug“ oder „Handelsbetrug“ bekannt ist. Dabei gehen Betrüger gezielt über soziale Medien oder Online-Werbung auf potenzielle Anleger zu. Opfer werden oft dazu überredet, zunächst kleinere Beträge in Kryptowährungen oder andere Anlageformen zu investieren.
Der Betrug beginnt meist mit einer unaufgeforderten Nachricht oder einer Anzeige, die hohe Renditen für geringe Investitionen verspricht. Die Täter überzeugen ihre Opfer, zwischen 250 und 500 Euro als Starterbetrag zu überweisen. Anschließend fälschen sie beeindruckende Gewinne und setzen die Opfer unter Druck, weitere Gelder zu investieren.
In einigen Fällen verlangen die Betrüger zusätzliche Zahlungen für angebliche Steuern oder Gebühren. Häufig bleiben die versprochenen Auszahlungen jedoch aus – die Täter verschwinden mit dem Geld. Ein Opfer aus Bonn hatte auf einer Kryptowährungsplattform investiert, die später nicht mehr erreichbar war, und erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.
Die Behörden raten zur Vorsicht. Wichtige Warnsignale sind: – Misstrauen bei unerbetenen Anlageangeboten, – gründliche Recherche der Plattformen, – keine Weitergabe sensibler Daten oder Überweisungen auf unbekannte Konten. Zudem sollte niemals Fremden der Fernzugriff auf den eigenen Computer gewährt werden.
Wer glaubt, Opfer eines solchen Betrugs geworden zu sein, wird aufgefordert, sich bei der örtlichen Polizei zu melden. Weitere Informationen und Tipps gibt es auf den Websites des Landeskriminalamts NRW und der Polizeilichen Kriminalprävention. Ziel der Warnungen ist es, zu verhindern, dass noch mehr Menschen durch diese Machenschaften Geld verlieren.






