Neue Eskalation bei Schalke 04: Ehrenrat geht erneut gegen Ulupinar vor
Lina SchmidtNeue Eskalation bei Schalke 04: Ehrenrat geht erneut gegen Ulupinar vor
Der Rechtsstreit beim FC Schalke 04 nimmt eine weitere Wendung: Der Ehrenrat des Vereins legt zum zweiten Mal Berufung gegen das Aufsichtsratsmitglied Ender Ulupinar ein. Der Konflikt entstand durch einen Facebook-Beitrag, in dem Ulupinar den Aufsichtsratsvorsitzenden Axel Hefer kritisierte – woraufhin ihm vorgeworfen wurde, gegen die Vereinsstatuten zu verstoßen.
Das Verfahren landet nun vor dem Oberlandesgericht Hamm, nachdem zwei frühere Urteile des Landgerichts Essen zugunsten Ulupinars ausgefallen waren.
Auslöser des Streits war ein Facebook-Post Ulupinars, in dem er Hefers Führung scharf angriff. Der Ehrenrat wirft ihm vor, interne Diskussionen des Aufsichtsrats öffentlich zu machen und damit den Ruf des Vereins zu schädigen. Zudem soll er gegen die Statuten und Grundwerte von Schalke 04 verstoßen haben.
Als Reaktion verhängte der Ehrenrat eine Rüge gegen Ulupinar. Dieser wehrte sich gegen die Entscheidung und erwirkte eine einstweilige Verfügung. Das Landgericht Essen erklärte die Rüge später für rechtswidrig, da Ulupinar vor der Verhängung der Maßnahme keine Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten hatte.
Trotz dieser Rückschläge gibt der Ehrenrat nicht auf: Er legte erneut Berufung ein, um eine rechtliche Klärung herbeizuführen, wie die Vereinsstatuten in Zukunft auszulegen sind. Nun muss das Oberlandesgericht Hamm über den Fall entscheiden.
Seit Beginn der Saison 2024/25 hat Schalke 04 keine öffentliche Stellungnahme zur Handhabung interner Konflikte im Aufsichtsrat abgegeben. Verfügbare Quellen befassen sich mit anderen Vereinen, sodass die Position des Clubs unklar bleibt.
Das Oberlandesgericht Hamm wird nun über das weitere Vorgehen im Streit entscheiden. Das Urteil könnte richtungsweisend dafür werden, wie Schalke 04 künftig seine Statuten in ähnlichen Konflikten durchsetzt. Bis dahin bleibt der Rechtsweg ohne abschließende Lösung.
