Neue Schutzregeln: Warum Sie jetzt keine Bäume mehr fällen dürfen
Philipp SchulteNeue Schutzregeln: Warum Sie jetzt keine Bäume mehr fällen dürfen
Deutschland verschärft Regeln zum Schutz von Bäumen und Sträuchern in wichtigen Monaten Vom 1. März bis zum 30. September 2026 gelten in Deutschland strengere Vorschriften zum Schutz von Bäumen, Hecken und Sträuchern. In dieser Zeit ist es verboten, Gehölze zu fällen, stark zurückzuschneiden oder zu entfernen – selbst in privaten Gärten. Die Maßnahme soll brütende Vögel, Insekten und andere Wildtiere schützen, die auf diese Pflanzen als Lebensraum angewiesen sind. Die bundesweite Schutzfrist umfasst alle Bäume, Hecken und Sträucher, unabhängig von ihrem Standort. Wer Pflanzen zurückschneiden oder fällen möchte, muss diese Arbeiten bis spätestens 28. Februar 2026 abschließen. Danach sind größere Eingriffe nur noch mit vorheriger Genehmigung zulässig. Ausnahmen gibt es nur in seltenen Fällen, etwa bei Projekten von öffentlichem Interesse oder gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen. Selbst außerhalb der Schutzzeit kann das Fällen alter Bäume oder umfangreicher Rückschnitt unter Umständen eine artenschutzrechtliche Prüfung erfordern. Bei Unsicherheiten sollten Bürger sich vorab an die zuständige Untere Naturschutzbehörde wenden. Zuwiderhandlungen gelten als Ordnungswidrigkeit. Die Bußgelder können empfindlich ausfallen, ihre Höhe hängt jedoch von der lokalen Durchsetzung ab. Die neuen Regelungen stärken den Artenschutz, indem sie das Roden und Beschneiden von Gehölzen während der kritischen Brutzeit einschränken. Gartenbesitzer müssen ihre Pflegearbeiten daher sorgfältig planen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Offizielle Beratung bieten die regionalen Naturschutzbehörden oder das Umweltbundesamt.
