Neuer Hirschrufer-Meister gekürt: Tradition und Naturschutz im Fokus
Philipp SchulteOhne Geweih, aber mit Stimmgewalt: Bestes Hirschrufen gekrönt - Neuer Hirschrufer-Meister gekürt: Tradition und Naturschutz im Fokus
Traditionelle Jagdfertigkeit im Rampenlicht: Deutschland krönt neuen Hirschrufer-Meister
Eine traditionelle Jagdfertigkeit stand im Mittelpunkt, als Deutschland seinen neuen Champion im Hirschrufen kürte. Thomas Soltwedel aus Dobbin-Linstow in Mecklenburg-Vorpommern setzte sich bei der nationalen Meisterschaft durch. Die Jury vergab Punkte, ohne zu wissen, wer gerade auftrat – so wurde die Fairness des Wettbewerbs gewährleistet.
Bei der Deutschen Hirschrufer-Meisterschaft geht es um die Fähigkeit von Jägern, die Laute von Rotwild präzise nachzuahmen. Die Teilnehmer nutzen Hilfsmittel wie Ochsenhörner, Glaszylinder oder Tritonmuscheln, um ihre Rufe zu verstärken. Die Beherrschung dieser Techniken erfordert jahrelanges Training und ein tiefes Verständnis für das Verhalten der Tiere.
Soltwededel überzeugte in drei Kategorien: den Rufen zweier gleich starker Hirsche, eines alten Hirschs sowie eines dominanten Männchens, das Weibchen umwirbt. Mit diesem Sieg trägt er nun bis 2026 den Titel "Deutscher Hirschrufer".
Doch der Wettbewerb hat auch eine ernsthafte Seite. Die Veranstalter wollen nicht nur die Kunst des Lockjagens bewahren, sondern auch auf den Rückgang der Rotwildbestände in Deutschland aufmerksam machen. Als Juroren fungierten Experten wie Förster und erfahrene Jäger, die blind – also ohne Kenntnis der Teilnehmer – bewerteten, um Vorurteile auszuschließen.
Die Meisterschaft hält eine alte Tradition am Leben und lenkt gleichzeitig den Blick auf den Artenschutz. Soltwedels Erfolg zeigt, wie viel Geschick nötig ist, um Hirschlaute authentisch nachzuahmen. Gleichzeitig reminds the focus on the red deer of the challenges that the species faces in modern Germany.
