Neuer Sanierungsplan für Refrather Sportanlagen: Kunstrasenplatz fällt weg und Budget schrumpft drastisch
Lina SchmidtNeuer Sanierungsplan für Refrather Sportanlagen: Kunstrasenplatz fällt weg und Budget schrumpft drastisch
Die Stadt hat einen sechsten überarbeiteten Plan für die Sanierung und Erweiterung der Sportanlagen an der Paffrather Straße vorgestellt. Das ursprünglich mit über 6 Millionen Euro veranschlagte Projekt wurde deutlich verändert – darunter fällt auch der Abriss des großen Kunstrasenplatzes. Unterdessen machen andere lokale Einrichtungen Fortschritte bei ihren eigenen Modernisierungsvorhaben.
Die Umgestaltung des Sportkomplexes in Refrath wurde mehrfach überarbeitet, wobei der aktuelle Plan den ursprünglichen großen Kunstrasenplatz streicht. Stattdessen entsteht auf der unteren Ebene neben der bestehenden Fläche ein kleinerer Platz. Zudem wird der hintere Bereich der alten Aschelaufbahn zu einer multifunktionalen Freizeitsportzone umgestaltet. Von den ursprünglich vorgesehenen 2,5 Millionen Euro sind noch rund 450.000 Euro übrig, die für die Modernisierung des Basketballfelds und der Weitsprunganlage eingeplant sind.
An den Otto-Hahn-Schulen wurden die Turnhallen 1, 5 und 6 wiedereröffnet, während in den Hallen 2 bis 4 noch die Beleuchtung verbessert wird. Diese sollen nach den Osterferien teilweise wieder nutzbar sein. Auch die Mehrzweckhalle der IGP hat den Betrieb aufgenommen, allerdings bleiben die Geräteräume bis zum Abschluss weiterer Arbeiten geschlossen. Die Bodenreparaturen dort sind für die Osterpause vorgesehen.
Das Bergische Museum in Bensberg könnte schrittweise wieder öffnen, feste Termine stehen jedoch noch nicht fest. Das Schulmuseum Katterbach verzeichnete unterdessen einen Besucheranstieg von 25 Prozent und überschritt nach einem Jahr ohne Leitung die Marke von 4.000 Gästen. An der Nelson-Mandela-Gesamtschule bleibt die Turnhalle hingegen längerfristig geschlossen, während die Renovierungsvorschläge geprüft werden.
Der einzige große Proberaum der Musikschule im Obergeschoss ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität weiterhin nicht zugänglich. Die Installation eines Aufzugs würde zusätzliche Brandschutz- und Statikprüfungen erfordern, bevor eine Baugenehmigung erteilt werden könnte.
Der überarbeitete Plan für den Sportkomplex markiert einen weiteren Schritt in einem langwierigen Projekt, mit zentralen Änderungen an Kunstrasenflächen und Freizeitbereichen. Schulen und Kultureinrichtungen in der Region treiben ihre Modernisierungen voran, doch einige – wie die Musikschule – stehen noch vor Herausforderungen bei der Barrierefreiheit. Die verbleibenden 450.000 Euro fließen in gezielte Verbesserungen, sodass zumindest Teile der ursprünglichen Pläne umgesetzt werden.
