20 February 2026, 10:30

"Ni una menos": 80 Menschen protestieren in Bottrop gegen Gewalt an Frauen

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, die Straße entlang. Im Hintergrund sind geparkte Fahrzeuge und Gebäude unter einem klaren blauen Himmel zu sehen.

"Ni una menos": 80 Menschen protestieren in Bottrop gegen Gewalt an Frauen

Zum elften Mal gingen Aktivistinnen und Aktivisten in Bottrop am 14. Februar 2026 auf die Straße, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall versammelten sich 80 Menschen unter dem Motto "Ni una menos – Frauen in Flammen", um auf Femizide aufmerksam zu machen – Verbrechen, die oft von aktuellen oder ehemaligen Partnern verübt werden.

Die Kundgebung war Teil der jährlichen globalen Kampagne One Billion Rising, die vor Ort vom Frauenzentrum Courage organisiert wurde. In diesem Jahr lag der Fokus auf der anhaltenden Bedrohung durch geschlechtsspezifische Gewalt. Allein in Deutschland stiegen die gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt stark an: Die Polizeistatistiken verzeichnen einen Anstieg von etwa 144.000 Vorfällen im Jahr 2020 auf über 170.000 im Jahr 2025. Auch in Spanien nahm die Zahl zu – von rund 120.000 Fällen im Jahr 2020 auf etwa 140.000 im Jahr 2025. Beide Entwicklungen spiegeln eine bessere Erfassung und ein gestiegenes Problembewusstsein wider.

An der Demonstration nahmen Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann teil. Das Programm umfasste Live-Musik von A Mournful Experience und eine Tanzperformance unter der Leitung der Peter-Frank-Tanzschule, die politischen Aktivismus mit künstlerischem Ausdruck verbanden.

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Der Protest unterstrich die anhaltenden Bemühungen, geschlechtsspezifische Gewalt in der Region zu bekämpfen. Angesichts steigender Fallzahlen und kontinuierlichen öffentlichen Engagements wollen die Organisatorinnen und Organisatoren das Thema weiterhin in den Mittelpunkt lokaler und nationaler Debatten rücken.