NRW baut Hightech-Campus für Verteidigungstechnologie mit Rheinmetall und NATO-Partnern
Julian FrankeNRW baut Hightech-Campus für Verteidigungstechnologie mit Rheinmetall und NATO-Partnern
Nordrhein-Westfalen wird zum zentralen Standort für Verteidigungstechnologie – mit einem neuen Hightech-Campus
Wirtschaftsministerin Mona Neubaur hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine Absichtserklärung mit führenden Unternehmen unterzeichnet. Das Projekt soll die Rolle der Region in der europäischen Rüstungsforschung und -produktion stärken.
Das geplante "Production Launch Centre Defence" konzentriert sich auf militärische und sicherheitspolitische Vorhaben für die Bundeswehr und die NATO. Ziel ist es, Laborforschung in die Serienproduktion zu überführen. Der Standort soll zudem Start-ups fördern, die Vernetzung vorantreiben und Arbeitsplätze im Land schaffen.
Mit dem Baubeginn wird noch in diesem Herbst gerechnet, voraussichtlich im rheinischen Braunkohlerevier. Ein Ministeriumssprecher bestätigte den Standort, nannte aber keine weiteren Partner jenseits von Rheinmetall, Mubea und Lockheed Martin.
Die Landesregierung sieht das Vorhaben als Teil der europäischen Aufrüstungsbemühungen. Seit Russlands Angriff auf die Ukraine haben sich die Sicherheitsrisiken verschärft – und den Druck auf die Politik erhöht, in Verteidigungsfähigkeiten zu investieren. Neubauers Plan umfasst die Stärkung regionaler Rüstungsunternehmen sowie die Positionierung NRWs als führenden Innovationsstandort der Branche.
Der neue Campus vernetzt Forschung, Industrie und Produktion, um die Entwicklung von Verteidigungstechnik zu beschleunigen. Mit dem bevorstehenden Baustart markiert das Projekt einen strategischen Schritt für Nordrhein-Westfalens Beitrag zur europäischen Sicherheit. Die Verantwortlichen erhoffen sich neue Arbeitsplätze und eine Festigung der regionalen Position im Verteidigungssektor.
