06 February 2026, 14:41

NRW bleibt unangefochtene Nummer eins der deutschen Film- und TV-Produktionen

Ein gelbes Plakat, das ein Konzert in Berlin, Deutschland, ankündigt, mit dem Text "Konzert Halban-Kurz".

Studie: NRW ist die Nummer Eins in der TV-Produktionsbranche - NRW bleibt unangefochtene Nummer eins der deutschen Film- und TV-Produktionen

Nordrhein-Westfalen festigt Position als Deutschlands führender Standort für Film- und Fernsehproduktionen

Nordrhein-Westfalen (NRW) hat seine Rolle als Deutschlands wichtigstes Zentrum für Film- und Fernsehproduktionen weiter ausgebaut. 2024 entfielen 44 Prozent aller bundesweit produzierten Minuten auf das Land – ein Anstieg um zwei Prozentpunkte seit 2022. Damit distanziert sich NRW noch deutlicher von Konkurrenten wie Bayern und Berlin.

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Deutsche Sender investierten im vergangenen Jahr rund 2,9 Milliarden Euro in Film- und Fernsehprojekte. Davon flossen 1,2 Milliarden Euro direkt in Produktionen mit Sitz in NRW. Die Region beherbergt 158 Produktionsfirmen, viele davon in und um Köln angesiedelt. Zu den bekanntesten Namen zählen ITV Studios Germany, Just Friends Productions, Filmpool, die deutsche Tochter von Warner Bros. sowie Ufa Show & Factual.

Insgesamt erzeugten deutsche Produzenten 2024 rund 751.000 Minuten Programm – ein Rückgang um drei Prozent im Vergleich zu 2022. Während die klassische TV-Produktion schrumpfte, stieg die Nachfrage nach Streaming-Inhalten stark an. Dieser Wandel spiegelt die veränderten Sehgewohnheiten und Branchenprioritäten wider.

NRWs Vorreiterrolle wird im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich: Bayern folgte mit 19 Prozent der Produktionsminuten, Berlin mit 13 Prozent. Medienminister Nathanael Liminski betonte die ehrgeizigen Pläne des Landes, die Spitzenposition zu halten, und bezeichnete NRW als "Deutschlands Medienstandort Nummer eins".

Neue Vorschriften werden Sender und Streaming-Dienste künftig verpflichten, stärker in europäische Filmproduktionen zu investieren. Auch die Bundesregierung stockt ihre Förderung auf und stellt zusätzliche 120 Millionen Euro für die Filmfinanzierung bereit.

NRW bleibt das Herzstück der deutschen Film- und Fernsehbranche und zieht sowohl Investitionen als auch kreative Talente an. Angesichts der wachsenden Nachfrage nach Streaming-Content und der erhöhten öffentlichen Förderung dürfte der Produktionssektor des Landes seine führende Position weiter ausbauen. Die Zahlen unterstreichen zudem die zunehmende Kluft zwischen NRW und anderen Schlüsselregionen wie Bayern und Berlin.