NRW bremst Klimaziele: Ausbau der erneuerbaren Energien steht still
Julian FrankeVerband kritisiert Stillstand bei Wasserkraftausbau in NRW - NRW bremst Klimaziele: Ausbau der erneuerbaren Energien steht still
Nordrhein-Westfalen: Ausbau der erneuerbaren Energien 2025 komplett zum Erliegen gekommen
In Nordrhein-Westfalen (NRW) ist der Ausbau der erneuerbaren Energien im Jahr 2025 vollständig zum Stillstand gekommen. Nur eine kleine Anlage ging 2024 ans Netz, während keine konventionellen Kraftwerke in Betrieb genommen wurden. Fachleute warnen, dass diese Stagnation sowohl die Klimaziele als auch die Energieversorgungssicherheit der Region gefährdet.
Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) bestätigte, dass 2025 lediglich ein Mini-Wasserkraftwerk den Betrieb aufgenommen hat. Die Anlage in Düren erzeugt bescheidene 26 Kilowatt – ein Bruchteil der Leistung großer Kraftwerke wie des Steinkohleblocks Datteln 4, der rund 1.100 Megawatt liefert. Ende des Jahres verfügte NRW über insgesamt 517 Wasserkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 191 Megawatt.
Potenzial bleibt ungenutzt – Genehmigungsverfahren bremsen Ausbau Geeignete Standorte für neue Projekte gibt es an Flüssen wie Lippe, Rur und Werre. Doch Betreiber sehen sich mit langwierigen Genehmigungsverfahren sowie Widerstand von Umweltschutzverbänden und Behörden konfrontiert. Diese Hindernisse hätten den Ausbau "zum Erliegen gebracht", so der LEE NRW.
Hans-Josef Vogel, Vorsitzender des LEE NRW, kritisierte die Situation als "wirtschaftlich nicht tragbar". Er betonte, dass der Stillstand im Widerspruch zu den eigenen Energie- und Klimazielen des Landes stehe und die Erreichung der Ausbauziele für erneuerbare Energien gefährde.
Ohne Kurswechsel drohen Klimaziele zu scheitern Die Stockung im erneuerbaren Energienausbau lässt NRW mit kaum zusätzlicher Kapazität zurück. Bestehende Anlagen laufen zwar weiter, doch bei konventionellen Kraftwerken gab es keinen Zubau. Ohne Reformen bei Genehmigungsverfahren oder politische Unterstützung könnten die erneuerbaren Energieziele der Region in weite Ferne rücken.
