NRW plant schärfere Handyregeln für Grundschulen und weiterführende Schulen
Philipp SchulteNRW plant schärfere Handyregeln für Grundschulen und weiterführende Schulen
NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller fordert strengere Regeln für Handys in Schulen
Die nordrhein-westfälische Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) setzt sich für schärfere Vorschriften zum Umgang mit Mobiltelefonen an Schulen ein. Während sie für Grundschüler ein vollständiges Verbot befürwortet, plädiert sie für weiterführende Schulen für einen flexibleren Ansatz. Die Politikerin betont, dass die Nutzung stets kontrolliert und zweckgebunden unter Aufsicht der Lehrkräfte erfolgen müsse.
Feller will erreichen, dass Grundschulen in NRW Handys während der gesamten Schulzeit komplett verbieten. Für ältere Schülerinnen und Schüler hingegen unterstützt sie eine differenziertere Regelung: Lehrkräfte sollen selbst entscheiden, wann und wie Geräte im Unterricht eingesetzt werden – stets mit dem Ziel, dass sie dem Lernen dienen.
Gleichzeitig warnt die Ministerin vor den allgemeinen Risiken unkontrollierter Handynutzung. Medienkompetenz zu vermitteln, sei entscheidend, um Kinder vor Gefahren wie Cyber-Grooming zu schützen. Da Schüler an Gesamtschulen etwa 28 von 110 wöchentlichen Wachstunden im Unterricht verbringen, kommt aus ihrer Sicht den Schulen eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen zu.
Doch Feller macht klar, dass das Problem über den Bildungsbereich hinausgeht: Handynutzung, Kinderschutz und soziale Medien seien gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die ein breites Engagement erforderten. Schulen allein könnten sie nicht lösen, so die Ministerin.
Ihre Pläne sehen vor, dass Grundschulen ein generelles Handyverbot durchsetzen, während weiterführende Schulen individuelle, von Lehrkräften gesteuerte Regeln einführen sollen. Im Mittelpunkt steht für Feller der Ausgleich zwischen der sinnvollen Nutzung digitaler Technologien im Unterricht und dem notwendigen Schutz junger Menschen im Netz.






