NRW-Schulen wechseln wegen Glatteis kurzfristig zum Distanzunterricht
Julian FrankeEltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - NRW-Schulen wechseln wegen Glatteis kurzfristig zum Distanzunterricht
Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen stellen am Montag, den 12. Januar 2026, auf Distanzunterricht um
Nach einer Anordnung des Bildungsministeriums wegen Glatteisgefahr blieben am Montag, den 12. Januar 2026, die Schulen in Nordrhein-Westfalen geschlossen, und der Unterricht fand stattdessen digital statt. Die Maßnahme stieß weitgehend auf Zustimmung als notwendiger Schritt zum Schutz der Schülerinnen und Schüler. Kritische Stimmen kamen jedoch von Eltern, die die kurze Vorlaufzeit bemängelten – die Benachrichtigung war erst am Wochenende erfolgt.
Das Ministerium für Schule und Bildung hatte den Schulen am Sonntagabend, den 11. Januar, per E-Mail mitgeteilt, dass der Präsenzunterricht am folgenden Tag ausgesetzt werde. Zwar wurde die Entscheidung als richtig bewertet, da die Sicherheit im Vordergrund stand, doch viele Eltern kritisierten den späten Zeitpunkt der Bekanntgabe. Die späte Warnung am Nachmittag zwang berufstätige Familien, kurzfristig eine Kinderbetreuung zu organisieren.
Josephine Behrens, Vorsitzende des Landeselternverbandes Grundschule NRW, forderte, dass solche Hinweise künftig früher erfolgen müssten. Sie verwies darauf, dass Schulen bereits am Freitag informiert worden seien – diese Information hätte auch unverzüglich an die Eltern weitergegeben werden müssen. Trotz der Umstellungen boten laut Angaben nur wenige Grundschulen keine Notbetreuung an. Lehrkräfte stellten sich schnell auf den Digitalunterricht ein, und es gab keine Berichte über übermäßige Arbeitsbelastung. Die Verteilung der Aufgaben wurde als gut handhabbar beschrieben, sodass zusätzliche Belastungen für Schülerinnen, Schüler und Familien ausblieben.
Der plötzliche Wechsel zum Distanzunterricht zeigte einmal mehr die Herausforderungen auf, die mit kurzfristigen Kommunikationslösungen bei extremem Wetter einhergehen. Zwar stand die Sicherheit der Kinder außer Frage, doch der Vorfall hat eine Debatte über frühzeitigere Warnungen bei künftigen Unterbrechungen ausgelöst. Schulen und Eltern warten nun auf weitere Informationen, wann der Präsenzunterricht wiederaufgenommen wird.
