02 April 2026, 10:15

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Alter deutscher Staatsanleihe-Schein mit gedrucktem Text und einem offiziellen Stempel.

NRW setzt als erstes Bundesland KI in allen Finanzämtern ein

Nordrhein-Westfalen (NRW) ist das erste deutsche Bundesland, das künstliche Intelligenz flächendeckend in allen seinen Finanzämtern einführen wird. Das System soll routinemäßige Einkommensteuererklärungen bearbeiten, um die Bearbeitungszeiten zu verkürzen und den manuellen Arbeitsaufwand für die Beamten zu verringern.

Die KI-Einführung betrifft alle 104 Finanzämter in NRW. Sie wird automatisiert einfache Fälle abwickeln, etwa bei Arbeitnehmern mit festem Einkommen, standardmäßigen Altersvorsorgebeiträgen oder Kapitalerträgen. Durch die Filterung dieser Routinefälle soll die Zahl der manuell zu prüfenden Erklärungen landesweit um etwa 800.000 sinken.

Finanzminister Marcus Optendrenk erklärte, die Technologie werde die Steuerverwaltung effizienter und bürgerfreundlicher gestalten. Steuerzahler sollten ihre Bescheide schneller erhalten, während die Beamten mehr Zeit für komplexe Fälle gewinnen. Der Bund der Steuerzahler NRW bezeichnete den Schritt als Weiterentwicklung der bestehenden Vorprüfung, riet den Steuerzahlern jedoch, ihre Bescheide weiterhin sorgfältig zu prüfen.

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Die Landesfinanzbehörde bezeichnete die KI-Einführung als "Win-Win-Situation" und als Meilenstein der digitalen Steuerverwaltung. Konkrete Zahlen zu den manuell geprüften Fällen des Vorjahres liegen jedoch nicht vor.

Das KI-System ist nun in allen Finanzämtern NRWs einsatzbereit. Es wird einfache Steuererklärungen automatisch bearbeiten, Wartezeiten für Steuerzahler verkürzen und Mitarbeiter für anspruchsvollere Fälle entlasten. Das Land erwartet, dass die Umstellung die Effizienz in der Steuerbearbeitung insgesamt steigern wird.

Quelle