NRW streicht überraschend Wohneigentumsförderung – Koalition bricht Versprechen
Anton MeyerNRW streicht überraschend Wohneigentumsförderung – Koalition bricht Versprechen
Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat überraschend ein beliebtes Förderprogramm für Wohneigentum gestrichen. Ministerpräsident Hendrik Wüst traf die Entscheidung während der Sommerpause – ohne Vorwarnung. Kritiker werfen der Regierung vor, damit ein Koalitionsversprechen gebrochen zu haben, das Programm bis zur Ausschöpfung der Mittel fortzuführen.
Das unter dem Namen „NRW-Wohneigentumsförderung“ bekannte Programm hatte Käufer mit Zuschüssen von bis zu 10.000 Euro unterstützt. Seit dem Start 2022 erhielten allein in Solingen 419 Haushalte insgesamt 2.889.156 Euro. Im Durchschnitt bekam jede Familie 6.895 Euro Förderung.
Jürgen Albermann, Fraktionsvorsitzender der FDP, hat die Abschaffung scharf kritisiert. Er wirft der Regierung vor, damit den Erwerb von Wohneigentum für viele noch schwieriger zu machen. Zudem prangert Albermann die Erhöhung der Grunderwerbsteuer an, die den Traum vom Eigenheim seiner Meinung nach weiter in die Ferne rücken lässt. Die Landesregierung müsse ihren „Angriff auf das Wohneigentum“ beenden und die Steuererhöhungen zurücknehmen, fordert er.
Die plötzliche Streichung der Förderung hat bei Bürgern für Frust gesorgt. Die regierende Koalition gerät nun unter Druck, ihre Beschlüsse zu Steuern und Abgaben zu überdenken. Ohne das Programm könnten sich künftig noch weniger Familien in der Region den Kauf eines Hauses leisten.






