09 January 2026, 06:26

NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer besonders betroffen ist

Eine Straßenszene mit mehreren Autos, einigen Fußgängern, Stühlen, einem Baum und einem Gebäude im Hintergrund.

Prognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinland gewinnt - NRW verliert bis 2070 eine Million Einwohner – wer besonders betroffen ist

Nordrhein-Westfalen steht in den kommenden Jahrzehnten vor einer schrumpfenden Bevölkerung. Bis 2050 könnte das Land im Vergleich zu 2023 eine halbe Million Einwohner verlieren – besonders betroffen sind ländliche Regionen. Nur eine Handvoll Städte und Kreise werden voraussichtlich wachsen, vor allem dank Zuwanderung und urbaner Nachfrage.

Die stärksten Rückgänge werden ländliche und wirtschaftlich schwächere Gebiete treffen. Besonders betroffen sind der Märkische Kreis, Olpe, der Hochsauerlandkreis und Höxter, die die größten Bevölkerungsverluste verzeichnen werden. Auch Teile der Eifel, des Sauerlands sowie der nördlichen und östlichen Ränder des Ruhrgebiets werden deutliche Einbrüche erleben. Selbst das Ruhrgebiet bleibt nicht verschont: Kreise wie Recklinghausen, Ennepe-Ruhr und Unna könnten um etwa fünf Prozent schrumpfen.

Gleichzeitig werden bis 2050 nur zehn Kreise und Städte wachsen. Heinsberg, Mönchengladbach, Bonn, Münster, Düsseldorf und Kleve profitieren von Zuwanderung. Bielefeld, Düren, Euskirchen und der Kreis Steinfurt verzeichnen ebenfalls leichte Zuwächse. Großstädte und Universitätsstandorte werden sich tendenziell besser entwickeln als ländliche Regionen, auch wenn sie eher stabil bleiben als stark wachsen. Nach 2050 wird der Rückgang noch schneller voranschreiten: Zwischen 2050 und 2070 könnte das Land weitere eine halbe Million Einwohner verlieren – insgesamt also eine Million weniger als 2023. Ost- und Südwestfalen sowie Randgebiete des Niederrheins und des Münsterlands werden weiter entvölkert.

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Die Bevölkerungsverschiebung wird Nordrhein-Westfalen bis zur Mitte des Jahrhunderts prägen. Ländliche Regionen werden ausdünnen, während einige urbane Zentren stabil bleiben oder wachsen. Bis 2070 könnte die Gesamtbevölkerung des Landes um eine Million niedriger liegen als heute – mit den größten Verlusten in strukturschwachen Gebieten.