NRW verliert Schwimmbäder – während Kinder immer schlechter schwimmen können
Anton MeyerNRW verliert Schwimmbäder – während Kinder immer schlechter schwimmen können
Schwimmbäder in Nordrhein-Westfalen verfallen – während immer mehr Kinder nicht schwimmen können
In ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) verfallen Schwimmbäder zusehends, viele müssen dauerhaft schließen. Gleichzeitig kann eine besorgniserregend hohe Zahl von Kindern in der Region nicht schwimmen – mit gravierenden Folgen für die Sicherheit. Kritiker werfen der Politik vor, öffentliche Gelder falsch einzusetzen, während die lokale Infrastruktur leidet.
Allein 2023 ertranken in Deutschland 378 Menschen, darunter 16 Kinder unter zehn Jahren und 29 Jugendliche zwischen elf und zwanzig. Mangelnde Schwimmfähigkeiten und eine falsche Selbsteinschätzung im Wasser tragen maßgeblich zu diesen Tragödien bei.
Besonders dramatisch ist die Lage in NRW: Hier kann etwa jedes fünfte Grundschulkind nicht schwimmen. Viele Bäder im Land sind in einem desolaten Zustand, schließen oder bieten nur noch eingeschränkte Öffnungszeiten an. Als Notlösung hat die Landesregierung fünf Mini-Schwimmbecken in Containerbauweise für 3 Millionen Euro errichtet, um Kindern至少 die Grundlagen des Schwimmens beizubringen.
Robert Viebahn, Landesvorsitzender der JUNGEN FREIEN WÄHLER NRW, übt scharfe Kritik an den Haushaltsentscheidungen von Bund und Land. Während Deutschland 2020 20 Millionen Euro in Radwege in Peru investiert habe, verfallen hierzulande die Schwimmstätten, so Viebahn. Seine Partei fordert die Bundesregierung auf, sich stärker auf die heimische Infrastruktur zu konzentrieren, und drängt die NRW-Landesregierung, bestehende Bäder zu sanieren und instand zu halten.
Angesichts der Schließungen und sinkender Schwimmfähigkeiten bleibt die Situation in NRW alarmierend. Die provisorischen Mini-Becken bringen zwar kurzfristige Entlastung, doch nachhaltige Lösungen erfordern langfristige Investitionen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten die Ertrinkungsgefahr und der Rückgang der Schwimmausbildung weiter zunehmen.






