Öffentlicher Dienst zahlt 2025 die höchsten Azubi-Gehälter – doch das Handwerk bleibt zurück
Julian Franke"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Öffentlicher Dienst zahlt 2025 die höchsten Azubi-Gehälter – doch das Handwerk bleibt zurück
Auszubildendengehälter in Deutschland stiegen 2025 kräftig an – öffentlicher Dienst führt die Entwicklung an
Neue Daten zeigen deutliche Lohnerhöhungen in den meisten Branchen, doch einige Sektoren hinken weiterhin hinterher. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat diese Entwicklungen in seinem jüngsten Jahresbericht analysiert.
Im öffentlichen Dienst gab es den stärksten Anstieg der Ausbildungsvergütungen: Hier stiegen die Gehälter 2025 um 7,7 Prozent. Damit verdienen Auszubildende dort nun mit durchschnittlich 1.329 Euro pro Monat am besten. Knapp dahinter folgen die Hauswirtschaft, wo die Vergütung bei 1.295 Euro liegt, sowie Industrie und Handel, wo die Löhne um 7,2 Prozent auf 1.266 Euro kletterten.
Insgesamt stiegen die tarifgebundenen Ausbildungsvergütungen um 6,7 Prozent. Der durchschnittliche Brutto-Monatsverdienst dieser Auszubildenden beträgt nun 1.209 Euro. Doch das Handwerk bleibt das Schlusslicht: Hier liegt das Durchschnittsgehalt bei nur 1.093 Euro. In 15 Ausbildungsberufen wird nach wie vor weniger als 1.000 Euro im Monat gezahlt.
Regional gesehen bietet Baden-Württemberg mit 1.257 Euro die höchsten durchschnittlichen Ausbildungsvergütungen. Das BIBB beobachtet diese Trends seit 1976 und bezieht sich für seine jährliche Auswertung auf den Stichtag 1. Oktober.
Die Zahlen für 2025 zeigen wachsende Lohnunterschiede zwischen Branchen und Regionen. Während Auszubildende im öffentlichen Dienst am besten verdienen, bleibt das Handwerk weiter zurück. Die Daten geben ein klares Bild davon, wo die Gehälter steigen – und wo sie niedrig bleiben.
