05 March 2026, 18:14

Philippe Starcks neue Projekte: Villa und Museum zwischen Humor und Ästhetik

Eine Schaufensterfront mit Glaswänden und -türen, die Puppen in Kleidern zeigen, Text an der Wand, Topfpflanzen und ein Schild mit der Aufschrift "Pelzdesign Neuwirth in Amsterdam".

Sogar Opulenz kann ein bisschen Humor vertragen - Philippe Starcks neue Projekte: Villa und Museum zwischen Humor und Ästhetik

Philippe Starck, der berühmte französische Designer, präsentiert zwei markante neue Projekte

Der gefeierte französische Designer Philippe Starck ist mit zwei auffälligen Neuerscheinungen zurück: einer romantischen Aluminium-Villa in Metz und einem Olivenölmuseum in Andalusien. Beide Entwürfe tragen seine unverwechselbare Handschrift – eine Mischung aus Witz und kühner Ästhetik.

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Die Maison Heler genannte Villa bietet opulent gestaltete Räume zu Preisen unter 100 Euro pro Nacht. Das Museum hingegen besticht durch seine erdrote Fassade und ein ungewöhnliches Wasserspiel.

Starcks jüngste Arbeiten markieren einen Wandel weg von seinem früheren postmodernen Stil. Seine neuen Projekte setzen auf Humor und Gemütlichkeit und distanzieren sich damit von der oft überladenen Moderne. Kritisch äußert er sich etwa über den geplanten MAGA-Superwolkenkratzer in New York, entworfen von Norman Foster.

Das Olivenölmuseum in Andalusien überzeugt mit einem hinreißenden Design: Die Fassade ist in tiefen Erdtönen gehalten, ziert ein allsehendes Auge als Gravur, und ein phallusförmiges Wasserspiel rundet den Auftakt ab. Innen verschmelzen Kunst und Funktionalität zu einer Hommage an die Olivenöltradition der Region.

In Metz thront die Maison Heler auf einem Hoteldach, konstruiert aus leichtem Aluminium. Die Innenräume sind prunkvoll, doch überraschend erschwinglich – mit Übernachtungspreisen unter 100 Euro. Starck beschreibt seinen Ansatz als "Verschwendung mit Humor" – eine spielerische Feier des Lebens statt protziger Dekadenz.

In den letzten Jahren konzentrierte sich Starck auf nachhaltiges Design und Gastgewerbe. Großangelegte Architekturaufträge blieben zwar selten, doch er arbeitete mit Hotelketten und Möbelmarken zusammen. Zu seinen jüngeren Werken zählen Wohn- und Gewerberäume, wobei eine vollständige öffentliche Dokumentation aller Installationen seit den frühen 2000er-Jahren fehlt.

Starcks neue Projekte unterstreichen seinen stilistischen Wandel: kühne Optik trifft auf Zugänglichkeit. Villa und Museum zeigen, wie Design Luxus mit Leichtigkeit verbinden kann. Beide Orte sind nun geöffnet und bieten Besuchern einen frischen Blick auf zeitgenössische Architektur.