21 June 2026, 02:14

"Radikale Freundlichkeit": Sollte Österreichs Schimpfkultur ein Ende finden?

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Sollte Österreichs Schimpfkultur ein Ende finden?

Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ sorgt in Österreich für Diskussionen. Manche fordern ein Verbot, andere sehen darin einen erfrischenden Ansatz im Umgang mit Frust. Die Autorin schlägt vor, Wut durch Dankbarkeit zu ersetzen – selbst bei kleinen Ärgernissen wie langsamen Autofahrern auf der Autobahn.

In Österreich gilt Schimpfen fast als Kraftquelle oder gar als eine Art Yoga. Das reiche Vokabular an Beleidigungen spiegelt das wider: Über 50 Wörter für „Idiot“ gibt es – von „Dodel“ bis „Vollkoffer“. Doch die Buchautorin plädiert für einen anderen Weg: auf Verärgerung mit Freundlichkeit zu reagieren.

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Sie selbst will künftig ganz auf Schimpfwörter verzichten. Statt auszurasten, nennt sie sich „kognitive Minimalistin“ und bedankt sich sogar für kleine Unannehmlichkeiten – anstatt genervt zu reagieren. Damit stellt sie die österreichische Vorliebe für kreative Kraftausdrücke infrage. Sollte sich die Idee durchsetzen, könnte sie die Art verändern, wie Menschen mit Alltagsärger umgehen. Die Botschaft des Buches ist klar: Freundlichkeit kann Wut ersetzen – selbst in den schwierigsten Momenten.

Quelle