Rasende Verfolgungsjagd durch NRW: Drogenfahrer ohne Führerschein flüchtet mit 150 km/h
Philipp SchulteRasende Verfolgungsjagd durch NRW: Drogenfahrer ohne Führerschein flüchtet mit 150 km/h
Ein 42-jähriger Mann aus Gelsenkirchen führte die Polizei am Dienstagabend auf eine gefährliche Verfolgungsjagd mit hoher Geschwindigkeit. Die Verfolgung begann um 20:55 Uhr auf der Autobahn A42 und erstreckte sich durch Herne, Castrop-Rauxel sowie Teile von Münster. Beamte nahmen ihn schließlich fest, nachdem er sein Fahrzeug in einem Industriegebiet verlassen hatte.
Ausgelöst wurde der Vorfall, als der Fahrer bei einer Routinekontrolle am Autobahnkreuz Gelsenkirchen-Schalke die Aufforderung der Polizei zum Anhalten ignorierte. Er beschleunigte abrupt und erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h, während er zwischen den Spuren hin- und herschoss und andere Fahrzeuge auch über den Standstreifen überholte.
An einer Stelle fuhr er kurzzeitig in falscher Richtung auf der Autobahn, bevor er wieder auf die richtige Spur einschwenkte. Die Verfolgung setzte sich in städtischen Gebieten fort, wo er mehrfach rote Ampeln missachtete und andere Autofahrer mit bis zu 120 km/h überholte. Unterwegs kollidierte er mit einem Verkehrsschild, einem Leitpfosten und einer Leitplanke, bevor er schließlich im Gegenverkehr zum Stehen kam. Als er schließlich gestellt wurde, verließ der Mann seinen Opel in einem Industriegebiet und ergab sich widerstandslos.
Die Polizei stellte fest, dass er keinen gültigen Führerschein besaß, das Fahrzeug nicht versichert war und er unter Drogeneinfluss stand. Eine Blutprobe wurde entnommen, und sein Auto wurde beschlagnahmt.
Dem Beschuldigten drohen nun mehrere Strafverfahren. Die Behörden haben seinen Namen nicht veröffentlicht, doch Berichten zufolge dauerte die Verfolgungsjagd über einen längeren Zeitraum und führte über Autobahnen sowie innerstädtische Straßen. Die Ermittlungen zu dem Vorfall laufen noch.
