Ratsfrauen fordern bessere Schutzstrukturen für Frauen in Lünen und Kreis Unna
Anton MeyerRatsfrauen fordern bessere Schutzstrukturen für Frauen in Lünen und Kreis Unna
Zehn Kommunalpolitikerinnen trafen sich zum Netzwerktreffen der Ratsfrauen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zentrale Themen, die Frauen in der Region betreffen – von Gewaltprävention bis hin zu Unterstützungsangeboten.
Die Teilnehmerinnen diskutierten die Istanbul-Konvention sowie Maßnahmen zum Schutz von Frauen vor Gewalt. Besonders betont wurde der Bedarf an leicht zugänglichen, niedrigschwelligen Hilfsangeboten für Betroffene sexualisierter Gewalt.
Bestandsaufnahme und Analyse der bestehenden Strukturen in Lünen und im Kreis Unna zeigten jedoch Lücken auf: So fehlt etwa eine kreisweite Koordinierungsstelle, und es besteht dringender Handlungsbedarf bei der anonymen Spurensicherung für Opfer sexualisierter Gewalt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den spezifischen Herausforderungen obdachloser Frauen. Die Anwesenden wiesen darauf hin, dass deren Bedürfnisse sich oft von denen obdachloser Männer unterscheiden und maßgeschneiderte Hilfsprogramme erfordern. Der parteiübergreifende Austausch ermöglichte eine breite Diskussion über kommunalpolitische Lösungsansätze.
Ziel der Gespräche war es, die Unterstützungsstrukturen für Frauen im Kreis zu verbessern. Konkrete Vorschläge wie die Einrichtung einer Koordinierungsstelle und die anonyme Spurensicherung wurden vorgebracht. Die Veranstaltung stärkte zudem die Zusammenarbeit der lokalen Politikerinnen zu diesen Themen.






