21 February 2026, 04:39

RE44-Strecke bleibt länger gesperrt: Brückenschäden verzögern Reaktivierung

Ein detailliertes Bild einer Eisenbahnbrücke in einem Buch, das ihre Bögen, Balken und andere konstruktive Merkmale zeigt, mit begleitendem Text über ihre Konstruktion.

RE44-Strecke bleibt länger gesperrt: Brückenschäden verzögern Reaktivierung

Pläne zur Reaktivierung der RE44-Bahnstrecke zwischen Moers und Oberhausen verzögern sich weiter. Unvorhergesehene statische Probleme an zentralen Brückenbauwerken erzwingen eine Überprüfung der Sanierungsarbeiten. Die zuständigen Behörden räumen nun ein, dass das Projekt länger dauern wird als ursprünglich geplant.

Erste Untersuchungen im Jahr 2025 hatten schwere Mängel an den Brückenwiderlagern entlang der Strecke offenbart. Diese Schäden waren bei früheren Begutachtungen nicht erkennbar gewesen; spätere Bohrkernanalysen bestätigten schließlich den Bedarf an umfangreicheren Instandsetzungsmaßnahmen. Infolgedessen werden die bestehenden Sanierungskonzepte in Abstimmung mit der DB InfraGO und anderen Aufsichtsbehörden überarbeitet.

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) prüft derzeit den gesamten Betriebsplan für die Strecke neu. Zwar wurden noch keine verbindlichen Termine festgelegt, doch arbeitet die Organisation an einer Anpassung des db fahrplan. Ziel bleibt es, die Arbeiten so zügig wie möglich abzuschließen – allerdings müssen Sicherheit und Standfestigkeit der Infrastruktur Vorrang haben.

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Hinzu kommt, dass die DB InfraGO für 2027 größere Bauarbeiten auf demselben Abschnitt vorgesehen hat. Diese könnten zu teilweisen Streckensperrungen führen, sodass unklar ist, ob der RE44 bis dahin durchgehend wieder in Betrieb gehen kann. Dr. René Zweigel, Geschäftsführer der Niederrheinbahn, zeigte Verständnis für die Frustration der Fahrgäste, betonte jedoch, dass die Verzögerungen für die langfristige Sicherheit unvermeidbar seien.

Der VRR hat bisher keine konkreten Maßnahmen oder Zeitpläne für die Wiederinbetriebnahme der Strecke bestätigt. Weitere Gutachten sollen klären, wie sich die geplanten Bauarbeiten 2027 auf einen möglichen Fahrbetrieb auswirken. Der Fokus liegt derzeit darauf, die strukturellen Mängel zu beheben, bevor verbindliche Entscheidungen getroffen werden.